Unter großem Interesse aus der Bevölkerung wurde die vor rund 70 Jahren gebaute und nun sanierte „Alte Schule“ in neuem Glanz mit einem Tag der offenen Tür präsentiert. Nun soll es mit Lachen, Leben und Lernen erfüllt werden. Rund 550 000 Euro wurden investiert, die mit 80 Prozent bezuschusst wurden.

Eingangs segneten Pfarrer Burkhard Sachs und Diakon Diethard Nemmert das Gebäude und alle Menschen, die hier ein- und ausgehen.

In diesem Haus begegnen sich enorm viele Menschen, machte Pfarrer Sachs deutlich. Eine Vielfalt an Menschen, Angeboten, Projekten und Ideen wird sich in dieser Alten Schule finden. Am Ende der Andacht übergab er an Bürgermeister Oliver Plewa ein großes Kreuz.

„An dieses Haus knüpfe ich sehr viele Erinnerungen – überwiegend gute“, blickte Bürgermeister Oliver Plewa zurück.

Gebäude ist fit für die Zukunft

Heute ist die Alte Schule ein Ort des Zusammenkommens, des Austausches, des Lernens und des Lachens für alle Generationen. Dank Mitteln des Kommunalinvestitionsprogramms der Regierung von Oberfranken wurde das Gebäude fit für die Zukunft gemacht. Der Dachstuhl wurde erneuert, gedämmt und das Dach neu eingedeckt. Neue Fenster wurden eingebaut und Türen aufgearbeitet. Die Fassade wurde gedämmt, verputzt und gestrichen. Der Brandschutz wurde ertüchtigt, neue Notausgänge entstanden. Bei einem Rundgang demonstrierten Peter Kropf vom planenden Ingenieurbüro, der Mitwitzer Geschäftsleiter Stephan Urban, Markus Albrecht vom Ingenieurbüro IVS und Bürgermeister Oliver Plewa zunächst die barrierefreie Rampe mit Rollstuhllift. Im Erdgeschoss ist der Diakonieverein Mitwitz untergebracht, der seine Räume beispielsweise der VHS und anderen zur Verfügung stellt. Dazu gehört die Bücherei, die immer dienstags und donnerstags unter Leitung von Birgit Katholing geöffnet hat. Einmal im Monat findet ein Bastel- und Spielenachmittag für Kinder statt. Neu ist der Stammtisch für pflegende Angehörige.

Im 1. Stock ist mit der „Energievision Frankenwald“ ein Mieter eingezogen, der mit seinem Einsatz für regional vorkommende, regenerative Energieträger einfach zum Geburtsort des Grünen Bandes passt. Seit zehn Jahren gibt es diesen Verein, der sich den Wandel von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien auf die Fahnen geschrieben hat, erklärte Markus Albrecht. Über die Entwicklung von Energiedörfern hinaus gibt es nun verschiedene Schulprojekte .

Reparaturtreff im zweiten Stock

Dazu sind die Mitarbeiter vom Umweltbildungsprojekt „KlimaMacher“ vor allem in Schulen und Bildungsstätten unterwegs, berichtete Robert Kern, der gemeinsam mit Kerstin Petri und Elke Löffler diese Aufgaben ausführt.

Angeboten wird dies in den Landkreisen Kronach, Coburg, Hof und Wunsiedel. „Um schon Kinder zu sensibilisieren, mit der Natur und den vorhandenen Ressourcen sorgsam umzugehen. Wir reden über Energie, über Müll, über Ernährung und insgesamt über nachhaltiges Leben.“

Unter dem Motto „Nachhaltigkeit – Reparieren statt wegwerfen“ fand im zweiten Stock in einem multifunktional nutzbaren Raum der Reparaturtreff statt. Dieser Raum kann für verschiedenste Veranstaltungen von der Marktgemeinde angemietet werden. rg