Sein Buch „Das Müllheizkraftwerk Coburg“ hat Heinz Köhler in der jüngsten Sitzung des Zweckverbands für Abfallwirtschaft in Nordwest- Oberfranken (ZAW) im Landratsamt Kronach vorgestellt. Der Gründungsvorsitzende und frühere Kronacher Landrat gibt darin einen authentischen Einblick in die Historie der Anlage.

Köhler schreibt vom einst größten kommunalen Vorhaben der Stadt Coburg und vom zugleich umstrittensten Werk seiner Zeit. Das 260 Millionen Mark teure Müllheizkraftwerk wurde 1989 nach zwölfjähriger Planungs- und Bauphase genommen.

Der 1974 von den Landkreisen Coburg, Kronach , Lichtenfels und von der Stadt Coburg gegründete Zweckverband ist zuständig für die umweltschonende Entsorgung und effektive Verwertung der in der Region anfallenden Abfälle von etwa 263 000 Einwohnern.

Kernstück der Abfallentsorgung ist das Müllheizkraftwerk in Neuses. Ergänzt wird es von zwei angeschlossenen Umladestationen und einer Deponie , die vorwiegend für nicht brennbare Abfälle genutzt wird.

Das Gremium unter Vorsitz des Coburger Oberbürgermeisters Dominic Sauerteig stimmte einem Nachtragshaushalt von 430 000 Euro zu, wodurch sich die Einnahmen und Ausgaben des Vermögensplans auf 6,802 Millionen Euro erhöhen.

Der Nachtrag war wegen Anschaffung für die Erneuerung der Hardware-Automatisierungssysteme erforderlich.

Des Weiteren beschloss die Verbandsversammlung eine Anpassung der Pauschale für Kleinanlieferer und die Asbestentsorgung auf der Deponie . Die erste Gebührenstufe von fünf Euro für Kleinmengen entfällt. Die Bürger können zusätzlichen ihren Abfall in den ihrer jeweiligen Gemeinde gekauften Müllsäcke n entsorgen.

Gebühren steigen

Die bisherige dritte Gebührenstufe von 20 Euro wird auf 25 Euro erhöht. Außerdem wird eine Mindestgebühr von 20 Euro für Kleinanlieferungen von Asbest auf der Deponie eingeführt. Die Änderungen sollen zum 1. Januar 2022 in Kraft treten.

Landrat Sebastian Straubel aus Coburg lobte die unkomplizierte und gut funktionierende Entsorgung von Sperrmüll . Gerade nach den Unwettern der vergangenen Wochen habe sich sich die Sperrmüllmenge erhöht. Dass es bei der Entsorgung keine Engpässe gegeben habe, zeuge von der gut funktionierenden Abfallwirtschaft . eh