Die Pfarrei Sankt Bartholomäus Rothenkirchen feiert am morgigen Samstag um 19 Uhr mit einem Festgottesdienst ihr Patronatsfest.

Seit 1430 ist Rothenkirchen eigenständige Pfarrei . Von diesen bis heute rund 591 Jahren war man allerdings 94 protestantisch (1548 – 1626 und 1632 – 1648). Die Erbauung der Kirche ist urkundlich nicht mehr nachvollziehbar.

Wohl schon um das Jahr 1000 wurde der Überlieferung nach eine erste Kapelle von Mönchen aus Fulda errichtet. Die alte Kirche wurde mehrmals erweitert und erhielt 1490 einen neuen Ostchor. An dessen Außenmauer befindet sich eine Steintafel mit den drei Wappen der Würtzburger, der Pöllnitzer und der Herren von Thüna.

Die rundumlaufende Inschrift in altdeutscher Schrift lautet: „Anno 1490 haben Konrad und Erhard von Würtzburg, Gebrüder, den Chor an die Kirche bauen lassen.“

Der ältere Teil des Gotteshauses wurde in den Jahren 1601 bis 1604, also in der protestantischen Zeit, umgebaut. Bauherr war damals Christoph von Würtzburg. Die Kirche erhielt unter anderem vier Altäre , die auch die protestantische Zeit überlebten. Bis heute ist noch der Hochaltar erhalten, der im Altarblatt ein Gemälde des Schutzpatrons Bartholomäus zeigt.

Ein weiterer großer Anbau erfolgte 1964 bis 1966 mit einem 27 Meter langen und 15 Meter breiten Kirchenschiff. Das erste Kirchweihfest nach dieser Fertigstellung wurde mit Erzbischof Josef Schneider am 24. Juli 1966 gefeiert. Gleichzeitig wurde auch das neu errichtete Jugendheim seiner Bestimmung übergeben.

Aus Anlass des 400-jährigen Bestehens wurde am Seiteneingang der Kirche eine Statue des Schutzpatrons aus dem ehemaligen Tabernakelstein von Hermann Leitherer umgestaltet und von dessen Sohn Thomas Leitherer 2004 am Seiteneingang aufgestellt.

Vom circa 32 Meter hohen Kirchturm erklingen vier geschichtsträchtige Glocken. Die große aus dem Jahr 1603 wurde von Christoph von Würtzburg gestiftet, sie wiegt circa 700 Kilogramm. Die Marienglocke wurde mit einem Gewicht von 540 Kilogramm im Jahr 1649 gegossen. Ebenfalls 1649 entstand die 250 Kilogramm schwere Bartholomäusglocke, die kleine Glocke ist 1586 in Nürnberg gegossen worden. Jüngste Anschaffung der Pfarrei für ihr Gotteshaus war eine neue Beschallungsanlage. eh