Die Pfarrkirche in Tschirn wurde pünktlich zum 150-jährigen Jubiläum generalsaniert. Am Wochenende feierte man schon mal die gelungenen und schönen Umbaumaßnahmen. Festakt und Höhepunkt des 150-jährigen Kirchenjubiläums ist am Sonntag der Festgottesdienst mit Erzbischof Ludwig Schick .

Der vergangene Sonntag stand ganz im Zeichen der Fertigstellung von Kirchensanierung und Orgel. Wie Pfarrer Detlef Pötzl sagte, sei die Steinmeyer-Orgel mit viel Liebe bis ins Detail saniert worden. Kirchenpfleger Wolfgang Stark ließ im Abendlob die durchgeführte Generalsanierung nochmals Revue passieren. So wurden unter großer Anstrengung der komplette Innenraum neu gestrichen, die Fenster eingefasst und die Türrahmen verziert. Im Zuge der Baumaßnahmen wurden die Elektrik und Beleuchtung erneuert sowie neue Mikrofone und Lautsprecher angeschafft. Für den Boden gab es neue Teppiche und für die Bänke neue Sitzauflagen. Auf der Empore wurde der alte Fußboden gerichtet und die Absturzsicherungen auf die neuesten Vorschriften angepasst.

Der Orgelbauer Andreas Hämmerlein berichtete von einer anspruchsvollen Aufgabe, die für das denkmalgeschützte Instrument noch umfangreicher als vorgesehen war. Für die Instandsetzung habe man sieben Monate angesetzt, letztendlich lag man bei einem Jahr. Die Schäden vor allem im Aufbau und der Statik seien noch schlimmer gewesen als der „jämmerliche“ Anblick vor der Sanierung . Das großartige Instrument, von dem es in Bayern nicht mehr viele gibt, wurde in alle Grundbestandteile zerlegt und neue aufgebaut. „Man kann deshalb von einer neuwertigen Orgel sprechen“, so der Fachmann abschließend.

Malermeister Markus Schleicher bezeichnet die Arbeiten im „Wohnzimmer des Herrgottes“ als zeitgemäße Betrachtung. Man habe nicht alles umgekrempelt, sondern Bewährtes auch belassen beziehungsweise in gleicher Form erneuert. Diese angenehme Atmosphäre werde sicherlich die kommenden 20 bis 30 Jahre beibehalten werden können.

Wolfgang Stark dankte allen Firmen für ihr Mittun, die Kosten beliefen sich für die Sanierung des Gotteshauses auf 195 000 Euro, wozu man 130 000 Euro als Zuschuss vom Erzbistum Bamberg bekam. Die Orgelsanierung schlug mit 210 000 Euro zu Buche, der Zuschuss von verschiedenen Stellen belief sich auf rund 100 000 Euro. Für die 110 000 Euro Eigenmittel habe man mittlerweile 20 000 Euro an Spenden erhalten.

Günter Böhnlein hat seit längerer Zeit die Geschichte des Gotteshauses in Erfahrung gebracht und eine Jubiläums-Festschrift (wir berichteten) erstellt. Darin hat er die wichtigsten Geschehnisse und Ereignisse für künftige Generationen festgehalten. Der Erlös kommt der Sanierung zugute.

Das Abendlob wurde von Markus Blumenhofer und Philipp Schedel an der Orgel mitgestaltet.