Mit rund 25 Teilnehmern war der erste Mitwitzer Unternehmerstammtisch, der kürzlich virtuell stattfand, sehr gut besucht. Das Gespräch mit den Gewerbetreibenden zu suchen, das war Bürgermeister Oliver Plewa ein Anliegen, auch weil er weiß, dass viele von ihnen gerade eine schwere Zeit durchleben. "Wir wollen uns mit euch vernetzen, Ideen miteinander austauschen und am besten an einem Strang ziehen. Gemeinsam können wir viel erreichen", sagte Plewa.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Stadtumbaumanagement. Die Aufgaben von Stadtumbaumanagerin Julia Fangauer liegen in der Organisation von Lenkungs- bzw. Arbeitsgruppen, der Umsetzung und Begleitung von Projekten und der Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgerschaft. Die Belebung der Ortsmitte ist eines der Ziele, die die Gemeinde zusammen mit dem Stadtumbaumanagement weiter vorantreiben will. Die Außenwirkung soll weiter verbessert, die Frequenz noch gesteigert werden. Für Unternehmen bietet das Stadtumbaumanagement ein Corona-Krisenmanagement, die Vermittlung von Ansprechpartnern, Beratung zu Fördermitteln , Projektbegleitung, Ideen für Aktionen und Unterstützung beim Marketing an.

Geld für die Fassaden

Zurzeit wird ein neues kommunales Fassadenprogramm erarbeitet. Eigentümer, deren Häuser im Geltungsbereich liegen, können voraussichtlich ab Herbst für die Erneuerung der Fassade Gelder beantragen. Bürgermeister Plewa: "Wir wollen uns um den Innenort kümmern, dass die Häuser nicht leer stehen, genutzt werden und sie mit Förderprogrammen beleben. Das wollen wir angehen in diesem Jahr."

Weihnachtsbeleuchtung

Ein wertvolles Instrument ist der Verfügungsfonds. Dieser Fördertopf soll dazu anregen, dass man sich selbst engagiert. Jeder private Euro wird durch die Förderung verdoppelt und soll anspornen, sich an der Gestaltung des Ortes zu beteiligen. So wirken an einem Projekt gemeinsam die Menschen vor Ort, die Gemeinde und die Regierung von Oberfranken mit. Hier wurde die Anregung für eine Weihnachtsbeleuchtung im Ort aufgenommen.

Gute Beispielprojekte aus anderen Kommunen, wie Fahrradständer, Store Checks (Spezialisten untersuchen Außenwahrnehmung und beraten) und Digitalworkshops, stellte Julia Fangauer vor. Weitere Ideen wären verkaufsoffene Samstage, Markttage und Gewerbeschauen.

Bereits 2020 war der Adventskalender ein Projekt, das sehr gut ankam und in diesem Jahr wiederholt und optimiert werden soll. Im Gespräch mit dem Bürgermeister schilderten die Gewerbetreibenden nicht nur ihre Sorgen, sondern brachten auch Anregungen und Verbesserungsideen ein. red