Sie sehen aus wie kleine Kühlschränke und sollen demnächst in den zwei Klassenräumen der Grundschule aufgestellt werden. Gemeint sind sechs mobile Luftfilteranlagen, die die Carl-August-Heinz-Stiftung (CAH-) und die Firma Heinz-Glas für die Tettauer Grundschule spendeten. Die Geräte sollen vor Infektionen in einer neuen Corona-Welle im Herbst schützen. Der Stiftungsratsvorsitzende Carl-August Heinz hofft, mit dieser Spende einen Beitrag leisten zu können, damit im neuen Schuljahr der Präsenzunterricht aufrechterhalten werden kann.

Dass die Luftfilteranlagen in Klassenräumen künftig ein Entscheidungskriterium sind, ob Präsenzunterricht stattfinden kann, davon ist die Schulleiterin Birgid Weiß überzeugt. Aus Erfahrung weiß sie, dass Präsenz in der Schule die beste Unterrichtsform für die Kinder ist. Vom Januar bis Mai 2021 waren die Klassenräume verwaist. Unterrichtet wurde online und per Video. Für die Lehrer sei es eine schwierige Situation gewesen, noch schwieriger allerdings war es für die Kinder, erzählt sie. Ihnen setzte nicht nur die veränderte Unterrichtsmethode zu, sondern ihnen fehlten auch eine feste Struktur, der direkte Austausch mit ihren Lehrern und der Kontakt zu den Freunden. „Die letzten Wochen vor den Sommerferien , in denen Präsenzunterricht erlaubt war, haben meine Schüler sehr genossen.“

Birgid Weiß ist dankbar gegenüber der CAH-Stiftung und Heinz-Glas. Denn die Pädagogin ist überzeugt, dass im Herbst aufgrund der Entwicklung mit der Corona-Situation darüber diskutiert wird, ob Schule in Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht stattfindet. Dann werden die politischen Entscheidungen nicht nur von den Inzidenzwerten, sondern auch von anderen Faktoren, wie beispielsweise ob ein Klassenzimmer mit Luftfilteranlagen ausgestattet ist oder nicht, abhängig sein.

Mittlerweile wurden die Luftfilteranlagen wegen ihrer Geräusche getestet. Die Ergebnisse seien akzeptabel, die Geräusche seien ähnlich einem Ventilator und störten den Unterricht nicht, sagt Weiß. vs