Eine gute und eine schlechte Nachricht hatte Bürgermeister Rainer Detsch am Montag in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats für die Bewohner des Ortsteils Büttnerszeche. So endete eine 20-jährige Odyssee mit einem negativen Beschluss des Gemeinderats .

Seit 20 Jahren hatten die Einwohner für den Anschluss an die Kanalisation gekämpft. Die Umsetzung scheiterte letztlich auch an bergbaulichen Altlasten, deren Beseitigung die Gemeinde allein rund 400 000 Euro gekostet hätte. Für die Umrüstung auf biologische Kleinkläranlagen wiederum gab es keine Zuschüsse mehr, hierfür war schlicht die Frist abgelaufen.

Rainer Detsch ließ noch einmal die vielen Sitzungen der vergangenen 20 Jahre Revue passieren. Er sei seit 2011 Bürgermeister und habe seither versucht, mit der Verwaltung alle Möglichkeiten auszuschöpfen, allerdings bis heute ohne Erfolg.

Nun hatten die Bürger erneut einen Antrag zur Umrüstung auf biologische Kleinkläranlagen gestellt. Die Gemeinde Stockheim sollte Zuschussgeber werden. „Bei allem Verständnis bitten aber auch wir um Verständnis, dass es keine legale Lösung für einen gemeindlichen Zuschuss gibt“, sagte der Bürgermeister und bat daher das Gremium, den Antrag abzulehnen. Der Bitte folgte das Gremium gegen drei Stimmen.

Chance auf Glasfaser

Einstimmig wurde ein Vertrag mit dem Bayernwerk Netz zur Mitverlegung eines sogenannten Speedpipe-Rohrverbands zum Preis von 35 012,12 Euro befürwortet. Im Zuge der Verlegung der noch überirdischen Stromleitungen in den Boden werden neben den 80 Zentimeter tief liegenden Stromkabeln auch Leerrohre für Glasfaser vom Ortsende Reitsch bis Büttnerszeche mitverlegt. Ähnlich will die Gemeinde bei allen anderen Tiefbauprojekten vorgehen. Den anwesenden Bürgern aus Büttnerszeche rief der Bürgermeister zu, dass dies „ein kleiner Trost für die vorangegangene bedauernswerte Entscheidung“ sei.

Bruno, Franz und Stefan Hoderlein, Markus Bayer, Jürgen Müller und Jutta Weiß forderten die Gemeinderäte und den Bürgermeister dennoch dringend auf, alles zu unternehmen, um ihnen finanziell irgendwie entgegenzukommen. Sie würden ihre Bemühungen fortsetzen.

Das Gremium stimmte einem Angebot der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung zu, das für 14 428,86 Euro das Bürgerportal erweitern wird.

Nach einer kurzen Diskussionen über die Notwendigkeit eines zentralen Verkehrsübungsplatzes im Landkreis Kronach befürwortete der Gemeinderat der vorgelegten Zweckvereinbarung. Stockheim beteiligt sich an den Gesamtkosten von 943 000 Euro anteilig nach Einwohnern mit 68 204,46 Euro . Müsste die Gemeinde einen eigenen Verkehrsübungsplatz finanzieren, käme das ein Vielfaches teurer.r

Das Gremium beauftragte die Verwaltung, die Beschaffung der Pager und die Umrüstung der Sirenenanlagen über das Sonderförderprogramm Digitalfunk auf den Weg zu bringen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 109 000 Euro , der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 37 600 Euro . Der Gemeinderat erklärte sich ferner damit einverstanden, die Lkw-Zufahrt zur Firma Rebhan als Wolfersdorfer Straße zu widmen.

Wohnhaus darf gebaut werden

Für einen Antrag auf Errichtung eines Wohnhauses mit Garage in Burggrub wurde mit Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans das gemeindliche Einvernehmen erteilt.