In der Bürgerversammlung ging Bürgermeister Michael Pöhnlein auf die Bemühungen der Marktgemeinde ein, die Abwanderung zu stoppen.

Seit 2016 seien 70 Häuser und mehrere Bauplätze in der Marktgemeinde verkauft worden. 27 Häuser und drei Bauplätze konnte die Gemeinde bisher selbst vermitteln, heißt es in einer Pressemitteilung zur Bürgerversammlung.

Bei den Gesprächen mit zuzugsinteressierten Personen im Rathaus werde immer die Frage nach dem Vorhandensein von Arzt, Apotheke, Einkaufsmöglichkeit, Grundschule und Kindergarten gestellt. Diese Grundversorgungseinrichtungen müssten unbedingt erhalten werden, um attraktiv zu bleiben. Da das Verhältnis „Größe der Infrastruktur zur Einwohnerzahl“ in Nordhalben schon lange nicht mehr stimme, stehe man hier vor riesigen Herausforderungen. Im ausgewiesenen Sanierungsgebiet können Hauseigentümer Fördermittel für Sanierungen am Außenbereich der Gebäude beantragen. Im Ortszentrum laufen bereits an historischen Sandsteingebäuden private Sanierungsmaßnahmen. Die Marktgemeinde Nordhalben hat selbst mit der umfangreichen Sanierung der baufälligen alten Schule zum „ Nordhalben Village“ einem großen Leerstand wieder eine Perspektive gegeben, auch wenn die Umsetzung von Baumaßnahmen in diesen Zeiten viel Geld und Nerven kostet. Zusammen mit „Oberfranken Offensiv“ werde man im Sommer hier das Projekt „Landleben auf Probe – zwei Monate Probewohnen und -arbeiten in Nordhalben “ umsetzen. red