Karl-Heinz Hofmann

Weißenbrunn  — Für Bürgermeister Jörg Neubauer wie auch für den Gemeinderat bedeutet der Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde eine große Herausforderung für die nächsten Jahre. Es wird großer Wert daraufgelegt, das Netz komplett auf Glasfaser statt Kupfer umzustellen. „Kupfer geht, Glasfaser kommt!“ So lautete der Tenor bei den Räten in der jüngsten Sitzung.

Darin bestärkt wurden sie durch einen Fachvortrag von Enrico Meierhof von der Firma Reuther NetConsulting aus Bad Staffelstein. Er machte deutlich, dass zukünftig Breitbandnetze neben Wasser und Strom zur Grundversorgung und als maßgeblicher Standortfaktor zählen werden. Schnelles Internet sei für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Wirtschaft und die Industrie von herausragender Bedeutung.

Die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet ist daher schon seit einiger Zeit in der Gemeinde Weißenbrunn angelaufen und in der Umsetzungsphase. Soweit es Straßensanierungen, Vollausbau oder auch Erschließungen von Neubaugebieten betroffen hat, wurden Breitband-Glasfaserleitungen bereits unterirdisch mit verlegt. Durch diesen Synergieeffekt können enorme Kosteneinsparungen realisiert werden, denn der Tiefbau macht bei dem Breitbandausbau circa 80 Prozent der Kosten aus.

Die Gemeinde will aber längerfristig für alle Bürger und Gewerbetreibende attraktiver werden, wofür der flächendeckende Glasfaserausbau ein wichtiger Baustein ist. Meierhof erörterte zunächst das bestehende System FTTB, welches für „Fibre to the Building“ steht und bedeutet, dass die Glasfaserleitung nicht schon am Verteilerkasten endet, sondern erst am Gebäude des Kunden. Innerhalb des Gebäudes werden die Daten über die vorhandenen Kupferleitungen in die Räume übertragen. Die nächste anzugehende Stufe ist aber die Glasfaserleitung im Gebäude. Mit FttH (Fibre to the Home) wird das Signal sogar bis in die einzelnen Wohneinheiten über eine Glasfaservernetzung verteilt. Meierhof ging darauf ein, dass eine Aufgreifschwelle des bisherigen Förderprogramms ab 1. Januar 2023 wegfallen wird, so dass ab diesem Zeitpunkt alle bisher mit DSL-Technik versorgten Gebäude mit Glasfasern im geförderten Ausbau erschlossen werden können. Daher sah er jetzt den Einstieg in eine kombinierte Markterkundung für die Gemeinde Weißenbrunn als attraktiv und empfahl ein möglichst zeitnahes Vorgehen.

Drei neue Mitarbeiter

Von erfreulichen Personaleinstellungen für den Bauhofbereich informierte Bürgermeister Jörg Neubauer eingangs der Sitzung. Dazu hatte der Rathauschef die angehenden drei neuen Mitarbeiter in die Sitzung zur Vorstellung geladen. Michael Kroha ist gelernter Bürokaufmann und wechselte später seinen Beruf zum gelernten Garten- und Landschaftsbauer. Hierzu hat er sich mehrere weitere Kenntnisse und Fertigkeiten angeeignet, weshalb ihn der Bürgermeister für geeignet hält, im Bauhof zu arbeiten und als stellvertretender Hausmeister zu agieren.

Die Position des seit einiger Zeit vakanten Hausmeisters wird der gelernte Elektriker Bastian Müller einnehmen. Thomas Wagner ist gelernter Kfz-Mechaniker und erhielt in der Gemeinde Weißenbrunn nun das Vertrauen als Wasserwart. Der Bürgermeister freute sich außerordentlich mit diesen drei neuen Mitarbeitern erfahrene Fachkräfte im technischen Bereich für die Gemeinde gewonnen zu haben. Die Assistentin der Geschäftsführung, Corinna Schmittlein, informierte über den Fortschritt bei der Erstellung einer Neubürgerbroschüre. Der dafür eingesetzte Arbeitskreis habe mittlerweile einen Entwurf gefertigt, den sie im Gremium vorstellte und der Zustimmung fand.