Küps  —  Der Markt Küps bemüht sich darum, die Attraktivität der Gesamtgemeinde als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum zu erhalten und zu erhöhen. Das gemeinsam mit der Bürgerschaft entwickelte in Oberfranken einzigartige Entwicklungskonzept KEK³ endet mit den Beschlüssen der jüngsten Marktgemeinderatssitzung in zwei Sanierungsgebieten, erklärte Bürgermeister Bernd Rebhan .

Das KEK³ wird mit Fördermitteln vom Amt für Ländliche Entwicklung in Bamberg und der Städtebauförderung erstellt. Tobias Preising vom Planwerk aus Nürnberg und Christiane Werthmann vom Büro für Städtebau aus Bamberg erläuterten die Ergebnisse der Stellungnahmen. Letztlich wurden das Sanierungsgebiet „Ortskern Küps “ und „Östlich der Bahnhofsstraße“ einstimmig als Satzung beschlossen. Dies ist Voraussetzung für steuerliche Absetzungsmöglichkeiten, auch bei denkmalgeschützten Gebäuden und Förderungen bei Sanierungsmaßnahmen sowie Städtebauförderungsmittel. Es ist auch Grundlage für das Stadtumbaumanagement. Hier können sich Eigentümer innerhalb der Sanierungsgebiete auch kompetent beraten lassen.

Ursula Eberle-Berlips bezeichnete die Sanierungssatzung als eine hervorragende Chance für die weitere Entwicklung des Ortsteiles Küps . Der Markt Küps profitiere von möglichen staatlichen Fördergeldern und die Eigentümer könnten bei entsprechenden Maßnahmen Steuererleichterungen und Unterstützung im Rahmen des Fassadenprogramms erwarten. Mit dem KEK³ sei die Marktgemeinde sehr gut aufgestellt. Die Konzepte seien ein hervorragendes Instrument den Markt Küps in die Zukunft zu führen, so Eberle-Berlips.

Dazu wurde auch ein Bebauungsplan mit Umweltbericht für den Bereich um den Bahnhof beschlossen. Hier gibt es noch einige freie Flächen mit Entwicklungspotenzial. Jedoch soll der Lückenschluss gestaltet werden und die Marktgemeinde will entscheidend mitwirken.

Um das vom Aufstellungsbeschluss für das Bahnhofsviertel betroffene Gebiet während der Aufstellungszeit für den Bebauungs- und Grünordnungsplan zu sichern, erschien es notwendig, für die Grundstücke, welche nicht im Sanierungsgebiet der Städtebauförderung liegen, eine Veränderungssperre zu erlassen. Diese wurde bei einer Gegenstimme beschlossen.

Personal ist gebunden

Eigentlich hatte das Wasserwirtschaftsamt eine Sanierung des Küpser Trommelwehres für 2017 eingeplant. Bürgermeister Bernd Rebhahn informierte das Gremium, über ein Schreiben des Wasserwirtschaftsamtes: „Wir sind uns bewusst, dass am Trommelwehr Küps Handlungsbedarf zur Sanierung besteht. Unser Personal ist derzeit durch Sanierungsmaßnahmen von höherer Priorität aufgrund des größeren Schadenpotenzials gebunden. Einen genauen Zeitplan, wann wir mit der Sanierung des Trommelwehrs beginnen werden, können wir derzeit noch nicht nennen. Wir beabsichtigen nach Abschluss der vorrangig durchzuführenden Sanierungsmaßnahmen am Trommelwehr tätig zu werden.“

Der Haushalt des Marktes Küps für 2021 wurde von der Rechtsaufsicht genehmigt.

Informiert wurde über Beschlüsse aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung: Zum Ausgleich des Betriebskostendefizits des Kindergartens St. Joseph in Theisenort wurden für das Betreuungsjahr 2019/20 insgesamt 11 918 Euro genehmigt.

Verworfen wurde eine Anbindung des Probenheimes an die Versorgungseinrichtungen der Küpser Schule, die 74 000 Euro gekostet hätte. Stattdessen erfolgte ein separater Anschluss an das Strom- und Erdgasnetz der Bayernwerk Netz GmbH für 41 768 Euro. Eine deutliche Kostenersparnis.