Rainer Glissnik

Stetig erweitert die Marktgemeinde Küps die Infrastruktur im Bereich Bildung und Betreuung. Kontinuierlich werden die Kindergarten- und Krippenangebote ausgebaut oder verbessert. Beim Neubau von Grundschule und Sporthalle steht inzwischen der Kran und der Aufbau ist voll im Gange.

Bürgermeister Bernd Rebhan zeigte bei der Bürgerversammlung für die Gesamtgemeinde eine Vielzahl von Entwicklungen auf. Sind es derzeit 42 Kinderkrippenplätze, werden es ab September 2022 68 Plätze sein. Dann werden auch nach dem Neubau eines Kindergartens in der Kerngemeinde zwei Kindergartengruppen und zwei Kinderkrippengruppen angeboten. Der Freistaat Bayern gibt über 1,9 Millionen dazu. In den von den Kirchen getragenen Kindergärten haben derzeit 209 Kinder einen Platz. Für 115 Schulkinder gibt es Betreuungsangebote. 2023 soll dann beim Kindergarten Oberlangenstadt eine Sanierung und Erweiterung der Krippenplätze beginnen. Die Einrichtung wird barrierefrei zu einer integrativen Einrichtung umgebaut. Die Kostenschätzung beläuft sich dort auf drei Millionen Euro . „Ich bin sehr stolz über diese Entwicklung“, freute sich der Bürgermeister. An der Schule gibt es eine Vielzahl von Betreuungsmöglichkeiten. „Alles unter dem Dach der Caritas .“ Nach 60 Geburten im Jahr 2019 waren es im vergangenen Jahr nur 46 Geburten in der Marktgemeinde . Ende Oktober waren es heuer bereits 49 und Bernd Rebhan geht davon aus, dass die 50er Marke überschritten wird.

Die Verkehrssituation im Hirtengraben in der Nachbarschaft der Großbaustelle Schule ist derzeit nicht so einfach. Der Abriss des Mittelbaus und der alten Turnhalle sind erfolgt. „Der Kran steht. Wollen wir sehen, dass wir bis 2023/24 fertig sind.“ In der Marktgemeinde Küps tut sich einiges.

Im Bereich Breitbandausbau und Digitalisierung sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an Glasfaser angeschlossen werden. Etliche schlecht erreichbare Häuser konnten mit dem Höfebonus mit 90 Prozent Zuschuss vom Freistaat bereits angeschlossen werden. Der Altort Hummenberg soll mit Dorferneuerung verbessert werden. Nächstes Jahr geht es in Hain weiter, dann in Burkersdorf und 2024 in Tiefenklein. Viele bekommen kostenlos Glasfaseranschluss ins Haus. Ansonsten werden immer gleich Leerrohre mitverlegt. Mit 370 000 Euro ist der Markt Küps hier in Vorleistung gegangen. Die Vorarbeit könne später an den Netzbetreiber verkauft werden und das Geld fließe zurück.

16 Projekte wurden mit der „Nordostbayern Förderoffensive“ sehr erfolgreich angegangen. Beispiele sind das Dorfgemeinschaftshaus Burkersdorf bis hin zum Oberen Schloss. In Hain wurden am Eggenberg zwei Ruinen abgerissen und es entstanden sehenswerte neue Häuser . Über sieben Millionen Euro wurden investiert, fünf Millionen Euro waren Zuschuss. Dazu verringert sich der gemeindliche Anteil aus dem Verkauf der Grundstücke. Im Baugebiet Lohäcker in Burkersdorf sind alle 16 Parzellen verkauft. Immer mehr Wert wird darauf gelegt, dass Bauverpflichtungen auch eingehalten werden. „Derzeit haben wir keine Flächen zu verkaufen“, sagt Rebhan. Das Baugebiet See hängt mit Sanierung des Brunnens zusammen. Je nach Festlegung des Wasserschutzgebiets kann es entwickelt werden oder nicht.

Bei der Straßenbaumaßnahme in Burkersdorf wird in 14 Tagen asphaltiert. Ende des Jahres soll alles fertig sein. Bei der Dorferneuerung Oberlangenstadt sollen heuer noch erste Entwürfe für „Hummenberg alt“ vorliegen und nächstes Jahr für die Nageler Straße. Der Bereich Mühlbach ist ein sehr empfindliches Thema. Ziel ist, den Durchfluss zu erhöhen, dass er nicht so verschlammt. Der Klimaschutz hat in der Marktgemeinde einen hohen Stellenwert, verwies der Rathauschef auf die Eigenstromerzeugung bei der Kläranlage. Eine Micro-Gasturbine ersetzte hier Blockheizkraftwerke. Überschüssiges Klärgas wird verbrannt. Drei Viertel der Straßebeleuchtung ist auf LED umgestellt.