„Wir wollen Mitwitz voranbringen und unsere Marktgemeinde fit für die Zukunft machen. Und dafür braucht es Engagement und Herzblut. Und das habt ihr alle.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Oliver Plewa eine zweitägige Klausurtagung des Gemeinderats in Obertrubach. Auch Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung waren eingeladen, um intensiv an wichtigen Themen der Gemeindeentwicklung mitzuarbeiten.

„Eine Klausurtagung bietet uns viele Möglichkeiten. Wichtige Arbeitsthemen können vertieft werden – und zwar ohne Zeitdruck. Es bleibt mehr Raum für Gespräche und Diskussionen – auch im zwischenmenschlichen Bereich“, betonte Plewa. Ziel sei, Herausforderungen anzugehen und kreative Lösungen zu finden – und zwar außerhalb des gewohnten Umfeldes.

Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung vom Stadtumbaumanagement der CIMA aus Forchheim. Bettina Seliger und Julia Fangauer haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten bereits intensiv mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut gemacht. Darauf aufbauend haben die Stadtumbaumanagerinnen die Arbeitsbereiche ermittelt.

Jugend und Ortsteile im Blick

Schwerpunkte am ersten Tag waren der Sanierungsbedarf bei den Gemeindestraßen, die touristische Besucherlenkung, die Entwicklung der Spielplätze und die stärkere Einbindung von Jugendlichen . Hier identifizierten die Teilnehmer konkreten Handlungsbedarf. „Gerade für junge Frauen zwischen 13 und 18 Jahren gibt es in unserer Marktgemeinde nur wenige Freizeitangebote. Dies müssen wir ändern“, so Jugendbeauftragte Jessica Lang. Oft bestünden schon Angebote, die nur bekanntgemacht werden müssen.

Am zweiten Tag richtete sich das Hauptaugenmerk vor allem auf die Gemeindeentwicklung. Hier nahmen die Gemeinderäte die Ortsteile genauer unter die Lupe: „Bei allen Betrachtungen und Großprojekten unseres Kernorts Mitwitz dürfen wir unsere Ortsteile nicht vergessen. Jeder hat seinen eigenen Charme, seine eigene Geschichte und engagierte Bürger“, so Oliver Plewa.

„Unser Ziel ist es, das Besondere jedes einzelnen Ortsteiles herauszuarbeiten“, fügte Stadtumbaumanagerin Julia Fangauer hinzu. Und man sollte gemeinsam überlegen, wie die Marktgemeinde ihre Dörfer noch weiter unterstützen kann. Dazu wurde gemeinsam erarbeitet, wo Handlungsbedarf besteht, aber auch, welche Stärken die Orte aufweisen.

Julia Fangauer und Bettina Seliger freuten sich über die neu gewonnenen Erkenntnisse und wollen diese in ihre weitere Arbeit einfließen lassen: „Wir streben eine stärkere Gemeindeentwicklung in den Ortsteilen an, auch um auf weitere Fördertöpfe zugreifen zu können“, waren sie sich einig. Da das Ganze sehr strukturiert angegangen werden müsse, sei davon auszugehen, dass es bis zur Umsetzung der Projekte noch einige Zeit dauern wird.

Abschluss der Klausurtagung bildete eine Feedback-Runde, die durchwegs positiv ausfiel. Hervorgehoben wurde unter anderem die gute Atmosphäre, die Förderung der Gemeinschaft – insbesondere auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Gemeinderat und Verwaltung. Es wurde sogar der Wunsch geäußert, regelmäßige Klausurtagungen stattfinden zu lassen.

Und Julia Fangauer resümierte: „Es war ein sehr erfolgreiches Wochenende. Geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit den Arbeitsthemen und einer gesunden Diskussionskultur. Alle haben an einem Strang gezogen. Es ging um die Sache – ganz ohne parteipolitische Befindlichkeiten. Das ist sehr erfreulich und keineswegs selbstverständlich.“ red