Seit langem war den Landfrauen von Knellendorf mit ihrer Ortsbäuerin Hannelore Ziegler der Zustand einer kleinen Wegkapelle am Wegesrand zwischen Knellendorf und Kathragrub ein Dorn im Auge. Es war für sie eine Herzensangelegenheit, die Kapelle restaurieren und sanieren zu lassen und sie mit Blumenschmuck auszustatten – alles ehrenamtlich, versteht sich.

Mit Einverständnis der Besitzer, der Familie König, hat sich das Landfrauenteam der Sache angenommen. Bei der Finanzierung und Beratung besonders hilfreich waren die Stadt Kronach mit Bürgermeisterin Angela Hofmann und Kreisheimatpfleger Robert Wachter, der viele nützliche Tipps geben konnte. Unverzichtbar waren aber die handwerklichen Fähigkeiten und das künstlerische Können des freischaffenden Bildhauers Manfred Fößel, der die Innenausstattung mit den beiden Engeln und dem Kruzifix restaurierte. Für die Holzmalerarbeiten dankte man Jürgen Schuster. Die kleine Kapelle am Wegesrand wirkt bescheiden und ist dennoch ein Idyll, das zum Gebet und Verweilen einlädt. Nichtsdestotrotz meinte aber Stadtpfarrer Thomas Teuchgräber bei der Segnungsfeier, diese Kapelle sei es wert, eine kleine Rast einzulegen und bei einem Gebet innezuhalten. Der Stadtpfarrer setzte hinter die Segnungsfeier auch noch eine Maiandacht, worüber sich die Gläubigen besonders freuten.

Hannelore Ziegler dankte allen Helfern, die bei der Restaurierung und Ausschmückung der Kapelle mitgeholfen haben. Bürgermeisterin Angela Hofmann sprach von einem Zeichen gelebter Volksfrömmigkeit an dem kleinen idyllischen Seitentalweg von Knellendorf nach Kathragrub. Stadtrat Markus Wich befasste sich näher mit der Entstehungsgeschichte der Kapelle. Dabei recherchierte er, dass ihre Errichtung wohl bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts reicht. Ja mehr noch, die jetzt fast 400 Jahre alte Kapelle dürfte die Nachfolgerin der ursprünglichen, vielleicht schon im Jahr 1339 erbauten Katharinen-Grab-Kapelle sein. Dafür spreche das Altarbild. eh