Immer am dritten Sonntag im Juni wird in Haßlach bei Kronach Kirchweih gefeiert – dieses Mal am 20. Juni. Für die Wortgottesfeier um 10.15 Uhr ist keine Anmeldung nötig, sie findet in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer statt. Diese ist Johannes dem Täufer – einem der bedeutendsten Heiligen der orthodoxen und der katholischen Kirche – gewidmet und besteht nun schon seit über 40 Jahren.

Bis zur Kirchweih am 26. Juni 1977 war es jedoch ein weiter Weg: Bereits am 10. Dezember 1933 gründete sich in Haßlach bei Kronach ein Kapellenbauverein. Dieser kam jedoch während des Krieges zwischen 1939 und 1945 zum Erliegen. Am 2. März 1967 wurde eine Versammlung mit Pfarrer Vollmer einberufen – mit dem Ziel der Gründung eines katholischen Kirchenbauvereins. Dieses Vorhaben wurde am 26. August des gleichen Jahres umgesetzt. Innerhalb weniger Tage traten 180 Haßlacher Einwohner dem Verein als Mitglieder bei.

7000 freiwillige Stunden

Nach dem Kauf des Kirchengrundstückes 1971 wurde 1973 der neue Friedhof mit Leichenhalle eingeweiht. Circa 7000 freiwillige Stunden leisteten die Helfer. Am 11. September 1976 legten die Verantwortlichen dann den Grundstein für das neue Gotteshaus. Noch im gleichen Jahr fand das Richtfest statt.

Der Kirchenaltar, der Ambo, die Säule für den Tabernakel und die große Steinplatte darüber stammen aus der Werkstatt des Bildhauers Heinrich Schreiber aus Kronach. Im Oktober 1977 fuhr eine Haßlacher Abordnung nach St. Ulrich im Grödnertal, um bei der Holzschnitzer-Firma Stuffleser für die Innenausstattung der Kirche eine Marienstatue, einen Kreuzweg und die Statue des Kirchenpatrons St. Johannes zu bestellen. Am 16. April 1978 weihte der Geistliche Rat Pfarrer Vollmer die vier neuen Glocken. Nachdem bereits am 1. Mai 1978 die erste feierliche Maiandacht mit Weihe der Muttergottes-Statue durch Vollmer in der Kirche gefeiert wurde, erfolgte am 18. Juni 1978 – dem bedeutendsten Tag in der Geschichte von Haßlach – die Konsekration des Gotteshauses.

Weitere Meilensteine in der noch jungen Kirchengeschichte sollten folgen. So etwa die Errichtung des Kriegerdenkmals an der Kirche aus dem Jahr 1980 oder der Anbau des Gemeinschafsraums an die Kirche .