Kirchweih wird am kommenden Wochenende in Steinberg gefeiert. Der Festgottesdienst in der Pfarrkirche beginnt am Sonntag, 14. August, um 8.45 Uhr, da das historische Gotteshaus wieder zu verschiedenen Anlässen und kirchlichen Festen genutzt werden kann.

Zur Baugeschichte der Kirche: Als markantester Dorfpunkt bietet der hoch aufragende Schlossberg mit den beiden ehrwürdigen Kirchen einen majestätischen Anblick. Beide Kirchen sind dem Heiligen Pankratius geweiht. Pankratius ist ein Glaubenszeuge des frühen 4. Jahrhunderts. Er wurde der Legende nach wegen seines Glaubens enthauptet. Er ist auch als einer der Eisheiligen, die im Mai gefeiert werden, bekannt.

Die geschichtsträchtige alte Schlosskirche wurde nach umfangreichen Renovierungsarbeiten 2004 neu eingeweiht. Der Weihetag der „neuen“ Pfarrkirche St. Pankratius jährt sich heuer zum 109. Mal. Steinberg wurde zum ersten Mal um das Jahr 1150 erwähnt. Das älteste Gebäude in Steinberg ist die Pfarrkirche St. Pankratius. Sie steht auf dem Schlossberg, nordwestlich über dem Ort.

Das Kreuzgewölbe im Souterrain und die unterirdischen Gänge sind Überreste der alten Burg, die vor der Jahrtausendwende zusammen mit der Festung Kronach entstanden ist. 1422 wird die Schlosskapelle St. Pankratius nach Kronach eingepfarrt und gehört zu Kronach.

Bergschloss wurde umgestaltet

Es ist die früheste urkundliche Erwähnung einer Kirche in Steinberg . 1515 wird Steinberg von der Pfarrei Lahm getrennt zur eigenen Pfarrei erhoben. Die Umgestaltung des Steinberger Bergschlosses ist vermutlich im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts entstanden. Übrig blieben die alte Kirche und einige Grundmauern der Burg. Unter Leitung von Pfarrer Karl Mayer wurde 1912 mit dem Bau der neuen Pfarrkirche begonnen. So wurde bereits 1892 der „Chorbauverein" gegründet. Durch den Anbau eines Chores an die bisherige Kirche wollte man der Raumnot abhelfen. Die Baubehörde genehmigte jedoch diesen Plan nicht.

Auch der Abriss der alten Kirche wurde nicht zugelassen, weil sie bereits zu diesem Zeitpunkt unter Denkmalschutz stand. Erst der Entwurf eines Neubaus im „Pfarrgarten" fand Zustimmung. Trotz der bescheidenen Verdienstmöglichkeiten sammelte man in Steinberg bis zum Baubeginn im Mai 1912 über 30.000 Mark. hs