In den nächsten zwei Jahren wird es staubig, dreckig, laut, es wird zu Behinderungen kommen und an den Nerven der Bauleute und der Bürger zerren. Doch es wird sich lohnen für Mitwitz und den gesamten Landkreis, das jedenfalls ist der Tenor der Grußworte von Landrat Klaus Löffler und Bürgermeister Oliver Plewa.

„Der Spatenstich ist der Auftakt zur Entwicklung des Wasserschlosses, die wir Hand in Hand mit dem Landkreis Kronach gestalten, um unser Wahrzeichen ins rechte Licht zu rücken“, sagte Oliver Plewa. Nicht nur ein guter und schöner Tag für Mitwitz sei das, bestätigte Klaus Löffler , sondern für den ganzen Landkreis, denn „Zukunftsprojekte sind in unserer DNA enthalten. Perspektiven zu entwickeln, verbindet uns und treibt uns an.“

Für Altbürgermeister Hans-Peter Laschka schließt sich ein Kreis. „Ich bin dankbar, dass dieses Projekt vehement weitergeführt wird. Ich werde jeden Tag schauen, wie es vorangeht“, versprach er. Karl Köhler vom Architekturbüro Station C23 freute sich, dass es nun endlich losgeht, und Matthias Greiner von der Baufirma SDL wertete es als ein gutes Omen, dass Mitwitz die letzten verfügbaren Stapler ergattern konnte.

Mitwitz , das Tor zum Frankenwald, erhalte endlich einen repräsentablen Ortseingang im Südwesten und damit ein standesgemäßes Foyer zur Touristenattraktion Wasserschloss , sagte Landrat Löffler. Das Areal bilde den optischen Brückenschlag über die Föritz und die Schlossallee zum Renaissance-Schlösschen und werte damit das komplette Umfeld auf. Der Blick auf das romantische Gebäude werde bald nicht mehr getrübt sein durch die Industriebrache, die sich seit dem Rückbau der ehemaligen Kinderwagenfabrik Fischer gebildet hatte.

Der erste Bauabschnitt besteht aus drei Teilen. Zunächst entsteht aus den provisorischen Parkplätzen ein Parkbalkon mit einem Willkommenshäuschen. Dieses empfängt Besucher mit Informationen zu den lokalen Wanderwegen und dem Naturpark. Die Baumaßnahme soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Parallel laufen die Planungen für Teil 2, die Ufergestaltung und Renaturierung der Föritz. Mit der Umsetzung soll noch im Winter 2021/2022 begonnen werden. Im Anschluss daran erhält die Fläche vom Parkbalkon bis zur Föritz einen versickerungsfähigen Schotterrasen, der bei Veranstaltungen als temporärer Parkplatz dienen wird. Rad- und Fußweg werden zusammengeführt und verbinden dann das südliche Ufer durch eine neue Brücke mit der Schlossallee, dem Turnplatz und damit auch mit dem Schloss und dem Park.

Ein langer Weg

Alles begann 2010: Die Neuordnung der sogenannten Fischer-Brache an der Coburger Straße geriet ins Visier des städtebaulichen Entwicklungskonzepts. 2015 fand ein Wettbewerb zur Neugestaltung des Areals statt. 2016 gingen die Architekten und Landschaftsarchitekten von Station C23 aus Leipzig hervor. Doch erst 2020 wurde das Projekt erneut angeschoben und die vorantreibenden Planungen abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1,5 Millionen Euro.