Rund 9,1 Prozent über dem langfristigen Durchschnitt in den Monaten Juni bis August: Die Fernwasserversorgung Oberfranken verzeichnete für die drei Sommermonate 2022 den historisch höchsten Absatz seit Bestehen des Zweckverbandes. Maßgeblich beeinflusst wurde dies durch die Monate Juni und Juli, der August war dagegen eher normal in Bezug auf die monatliche Abgabemenge.

„Über 4,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser wurden in den Sommermonaten Juni, Juli und August an unsere Abnehmer, die Gemeinden, Stadtwerke und Zweckverbände, abgegeben“, erklärte Verbandsvorsitzender Heinz Köhler . Damit wurde das Vorjahr um 7,1 Prozent, der Zehnjahresdurchschnitt gar um 9,1 Prozent bzw. 360.000 Kubikmeter übertroffen. Auch im Vergleich zu den Trockenjahren 2017 bis 2021 lag die Menge deutlich höher.

Doppelt so hoch wie im Winter

Verbandsdirektor Markus Rauh erklärt: „In diesem Sommer sehen wir tägliche Abgabemengen von in der Spitze bis zu 55.000 Kubikmetern. Hier gab es im vergangenen Jahr im August zum Teil höhere Werte. Insgesamt sind die täglichen Abgabemengen im Sommer zum Teil doppelt so hoch wie im Winterhalbjahr. Dennoch ist unser technisches System jederzeit in der Lage, diese Anforderungen zu bewältigen. Dies ist ganz klar ein Vorteil der Talsperre Mauthaus, die als Ressource im Sommerhalbjahr extrem leistungsfähig ist.

Der jetzige Pegelstand dort ist deshalb auch normal, erst im Winterhalbjahr, konkret in den Monaten Dezember bis März, füllt sich die Talsperre stets wieder.“ red