Die neue Leiterin des Nordhalbener Klöppelmuseums, Johanna Duchnik, blickte auf ein Jahr mit vielen Aktivitäten zurück. Dabei sei trotz Corona im Sommer „einiges gelaufen“. Jetzt hätten die Aktivitäten für die Öffentlichkeit zunächst wieder zurückgefahren werden müssen. Die Zeit werde jedoch genutzt, um sich für das kommende Jahr zu rüsten.

Als einen wichtigen Aspekt des Museums nannte die neue Leiterin die sogenannte Aura: Authentizität, Echtheit, Originalität seien Begriffe, die eng mit der Institution Museum in Zusammenhang stünden.

Ehrgeizige Ziele

Die neue Leiterin hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt und wollte in Corona-Zeiten die Zahl der Besucher wie vorher halten, was jedoch aufgrund der langen Winterpause nicht ganz gelang. Derzeit bleiben auch die Busanmeldungen aus, was sie bedauert. Sie stellt fest, dass die Hälfte der Gäste vom Fach Klöppeln komme und die anderen meist Kulturinteressierte im Allgemeinen seien.

Ihr großes Ziel sei es, das Klöppelmuseum mit dem angeschlossenen Heimat- und Grenzmuseum zu modernisieren. Speziell beim im ersten Geschoss der ehemaligen Klöppelschule untergebrachten Heimatmuseum gebe es sicherheitsrechtliche Bedenken. „Es gibt erste Überlegungen, alles auf einer Etage einzurichten und auf den Stand der Zeit zu bringen“, sagte Johanna Duchnik. Sie ist sich jedoch bewusst, dass dies ein längerer Weg wird und diese Maßnahmen auch viele Vorarbeiten notwendig machen. Während es mit den nichtstaatlichen Museen bereits erste Vorüberlegungen zur Neugestaltung gibt, führt man von April bis August mit der Universität Bamberg Zeitzeugengespräche durch. Interessierte Bürger können sich hierzu beim Klöppelmuseum melden. Der größte Teil der handelnden Personen wird dabei aus Nordhalben kommen, sich aber nicht nur auf das Klöppeln beziehen. Für ein Semester der Uni wird es auch ein begleitendes Projekt mit einem professionellen Tonstudio geben. Wenn es die Corona-Lage zulässt, ist für Oktober eine Projektarbeitsschau angedacht. Bereits vorher soll zusammen mit den Kollegen aus dem Erzgebirge eine Ausstellung mit modernen Spitzen aus dem Erzgebirge in Nordhalben stattfinden.

Maskottchen gesucht

Darüber hinaus läuft seit einigen Wochen ein Klöppelwettbewerb für die Findung eines Museumsmaskottchens. Als Vorgabe habe man – dem Museum angepasst – einen lila Schmetterling ausgewählt. Das Maskottchen wird auch eine Rolle in dem gezeichneten Museumsfilm spielen. Die Wettbewerbsaufgabe ist somit das Klöppeln eines vorwiegend lilafarbenen Schmetterlings. Es gibt keine Altersbeschränkung, Einsendeschluss ist der 2. April. Der Wettbewerb läuft über den Deutschen Klöppelverband. Ausführliche Informationen und den Anmeldebogen gibt es dort oder auch auf der Homepage des Klöppelmuseums Nordhalben .

Sponsoren gesucht

Weiterhin ist die Leiterin des Klöppelmuseums auf der Suche nach Sponsoren, weil sie unbedingt die moderne Kunstinstallation „Flechtwerk 2“ von Gertrud Rietmüller, ein in Nordhalben gefertigtes Kunstwerk, erwerben möchte.

Das Museum ist wegen Corona bis 20. Februar geschlossen. Auf Nachfrage können unter Einhaltung der 2G-plus-Regel kleine Führungen stattfinden.