Vor etwa vier Jahren stellte der Marktgemeinderat Küps wichtige Weichen für die Aufstellung und Entwicklung des zwischenzeitlich fertiggestellten Küpser Entwicklungskonzepts KEK3. In Arbeitskreisen und Bürgerwerkstätten konnten umfangreiche Maßnahmenpakete und Entwicklungsziele herausgearbeitet werden.

Ein zentraler und von den Küpsern in verschiedenen Workshops immer wieder vorgebrachter Wunsch war die Aufwertung und verstärkte „Wieder-Nutzung“ des öffentlichen Platzes „Am Plan “ vor dem Neuen Schloss. Den erfolgreichen Anfang machte bereits vergangene Woche der Küpser Kinosommer.

Nunmehr konnte dort am gemeindlichen Gebäude „Am Plan 2“, dem ehemaligen „Demels-Haus“, Richtfest gefeiert werden. Bürgermeister Bernd Rebhan begrüßte die Gäste. Im Anschluss sprach Zimmerermeister Heinrich Dennewill nach altem Brauch den Richtspruch.

Schon 222.000 Euro investiert

Die bisherigen Bauausgaben für Abbruch-, Baumeister-, Gerüst- und Zimmerarbeiten liegen bei 222.000 Euro . Der Neubau nimmt eine zentrale Rolle bei der zukünftigen Nutzung des Platzes ein – er bildet sozusagen das Herzstück dafür. Da der Bereich rund um das Neue Schloss vermehrt wieder für öffentliche Veranstaltungen und Events genutzt werden wird, soll das Gebäude die zentrale Anlaufstelle entsprechender Feste sein.

Neben den Räumlichkeiten für die jeweiligen Eventoranganisatoren und einer kleinen Küche werden unter anderem auch öffentliche Toiletten dort zugänglich sein. Außerdem wird das Gebäude zentrale Anlaufstelle für das Gemeindeumbaumanagement.

Mit einer Höchstfördersumme von 500.000 Euro trägt der Freistaat Bayern den Löwenanteil an dem Neubau, welcher mit einem Gesamtkostenansatz von 721.200 Euro eintaxiert ist. Besonders freut sich Bürgermeister Bernd Rebhan , dass die wesentlichen Gewerke bereits ausgeschrieben sind und dabei der ursprüngliche Kostenansatz nicht überschritten wurde. Die Chancen stehen gut, dass der gemeindliche Eigenanteil von etwa 221.000 Euro noch reduziert werden kann. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2023 geplant.

Reise in die Vergangenheit

Ein Blick zurück: Mit der Nutzung des Platzes „Am Plan “ für Veranstaltungen bewegt sich der Markt Küps wieder auf historischen Pfaden. Bereits in frühen Zeiten ist der sogenannte Kirchweihtanz am Plantürmchen verbürgt. Der dortige Umgriff sowie der Bereich am Marktplatz waren die historisch gewachsenen Ortsbereiche der Kirchweih- und Marktveranstaltungen vergangener Jahrhunderte.

Als im Jahre 1963, durch einen Rückbau des Schlossgartenareals nebst Planturm zugunsten einer Verbreiterung der Röthenstraße sowie der Schaffung eines öffentlichen Platzes der „ Plan “ in seiner heutigen Form geschaffen wurde, war dort bis in die frühen 1990er Jahre der zentrale Anlaufpunkt für die Küpser Kirchweih- und Marktveranstaltungen.

Dass dieser Platz auch den Küpserinnen und Küpsern für entsprechende Veranstaltungen dienen sollte, war nicht zuletzt der damaligen Schlossherrin Getrud Freifrau von Redwitz wichtig, die hierfür 1962 die wesentlichen Flächen zur Verfügung stellte.

Neben dem Bau des Anwesens „Am Plan 2“ sind selbstverständlich weitere Aspekte zu beleuchten. So wird im Rahmen des Gemeindeumbaumanagements in Kürze eine Verkehrszählung für den Ortskern Küps durchgeführt. Gerade dieser Bereich ist nämlich durch zwei aufeinandertreffende Kreisstraßen erheblich durch Pkw- und Lkw-Verkehr stark frequentiert. Ein Zustand, der die Lebensqualität in diesem ohnehin eng bebauten Bereich nachteilig verändert und zudem erhebliche Gefahren für Fußgänger darstellt. Darüber hinaus soll eine Studie zum Parkverhalten „Am Plan “ Aufschluss über die Nutzung des dortigen Parkraums geben.

Weitere Planungen

Im Rahmen des Kommunalen Denkmalkonzepts konnte, zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege, auch für das Neue Schloss in Küps eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Die mit rund 70.000 Euro veranschlagte Studie wird zu 80 Prozent mit Mitteln des Denkmalschutzes finanziert.

Ziel der Betrachtung wird es sein, zu definieren, welche Bereiche des Schlossareals im Rahmen von Events oder Veranstaltungen denkmalgerecht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können, ohne die historische Substanz zu schädigen. Es bleibt also spannend „Am Plan “.