Beim Konzert in der voll besetzten St. Laurentius Kirche Buchbach zeigte sich Volker Heißmann als Sänger, Entertainer und vor allem als bekennender Christ. Die gut 300 Besucher feierten den Auftritt des Multikönners mit stehendem Beifall

„Ob das gut geht?“, fragt der bekannte fränkische Komödiant zu Beginn seines Konzerts. Ja, er darf, denn man wird nur wenige Künstler finden, deren Lebensgeschichte so eng und tief mit dem christlichen Glauben und der Kirche verbunden ist wie die von Heißmann.

Bei seinem Namen fällt den meisten seine Paraderolle als Mariechen an der Seite von Waltraud alias Martin Rassau ein. Doch Heißmann ist ein hervorragender Sänger. „Introitus Interruptus“ lautet der Titel für sein Kirchenkonzert , mit dem Heißmann auch in Buchbach Station machte. Beste Unterhaltung mit viel Haltung kann man das Ganze überschreiben, wobei die Haltung vor allem christlicher Natur ist. „Ohne die Kirche und ohne den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus wäre ich nicht so, wie Sie mich kennen“, stellte Heißmann gleich nach seinem beeindruckenden Auftakt mit dem Lied „Kumbaya My Lord“ fest.

In gewohnt witziger Art erzählte er von seinem Weg zum Komiker und vom Aufwachsen in der Fürther St.-Pauls-Gemeinde. Kinderchor, Flötengruppe, Posaunenchor, Jungschar, Aushilfsmesner – kaum etwas hat Heißmann ausgelassen. Weil der Stimmbruch recht spät kam, spielte er noch mit 15 Jahren die „Maria“ im weihnachtlichen Krippenspiel. Und mit der Maria war offenbar auch der Weg zum Mariechen vorgezeichnet. Klar, dass er bei solchen und vielen weiteren Anekdoten die Lacher auf seiner Seite hatte. Genauso aber sorgte er für nachdenkliche Momente, als er von der Trauer um seinen verstorbenen Vater erzählte.

Schließlich endete das Konzert mit einem Segen, welchen Lektor und Wortgottesdienstleiter Hans Kaufmann sprach. Ehe sie sich mit der Sinatra-Hymne „My Way“ (in deutscher Version) und Gänsehaut-Stimmung verabschiedeten, gab der gelernte Hotelkaufmann Heißmann noch den Hinweis auf den Verkauf von CDs am Ausgang und fügte in seiner verschmitzten Art eine viel belachte Pointe an: „Es gibt auch Kassetten – für die Bulldoggfahrer.“ bb