Die Grund- und Mittelschule wurde mit moderner digitaler Technik ausgestattet. Auch der Kommunikationsfluss innerhalb der Schulfamilie wurde verbessert. Die Begeisterung ist groß.

Von einem enormen Digitalisierungsschritt sprach Schulleiter Bernd Jungkunz, als er bei einer Zusammenkunft die massive technische Aufrüstung der Grund- und Mittelschule Windheim vorstellte. Im Beisein von Schulrätin Kerstin Zapf erläuterte er den Bürgermeistern aus den Einzugsgebieten des Mittelschulverbunds Anwendung und Vorteile der neuen IT-Medien- sowie Netzwerktechnik.

„Wir sind wahnsinnig stolz, die Schule ins digitale Zeitalter geführt zu haben“, bekundete der Schulleiter , dass dieser Schritt unverzichtbar gewesen sei. Eine wesentliche Neuerung ist eine VPN-Verbindung zwischen der Mittelschule in Windheim und der Grundschule in Steinbach am Wald . Über das VPN (virtuelles privates Netzwerk) – eine sichere Verbindung zwischen Nutzer und dem In-ternet – wird der Datenverkehr durch einen verschlüsselten virtuellen Tunnel geleitet. Die Log-in-Daten gelangen damit in jedes Klassenzimmer und können von allen Lehrern und Schülern genutzt werden.

Herzstück der Klassenzimmer ist die Dokumentenkamera. Das Präsentationsgerät, eine Art Weiterentwicklung des Overhead-Projektors, kann Vorlagen schnell aufnehmen und liefert ein hochauflösendes Bild. Den perfekten Sound ermöglicht die Soundbar (wörtlich übersetzt: Ton-Balken) per Bluetooth-Technik.

Die gleiche technische Ausstattung jedes Klassenzimmers bietet allen Lehrern gleiche Voraussetzungen. Gleiches gilt für die Schüler , versteht man doch unter Digitalisierung an Schulen insbesondere auch eine Stärkung der Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen.

Durch die Erweiterung mit neuen Kommunikationsmedien „konnten wir zudem den Kommunikationsfluss erheblich verbessern“, erläuterte Bernd Jungkunz. Um den Schulalltag effizient zu organisieren und die Kommunikation zwischen den Lehrkräften, Eltern, Verwaltung und Schulleitung zu vereinfachen, setzt die Schule den „Schulmanager Online“ ein.

Das einfach und verständlich aufgebaute Online-Portal bietet viele Möglichkeiten. Elternbriefe können per E-Mail oder Android-App versendet werden und die Eltern den Erhalt einfach per Klick bestätigen. Informationen, beispielsweise auch von der Regierung in München, können so innerhalb kürzester Zeit weitergegeben werden, sehr wertvoll gerade in Corona-Zeiten. Mit wenigen Klicks können Eltern ihre Kinder auch online krankmelden, so dass der Anruf in der Schule entfällt.

Gleiches gilt auch für den Antrag auf Beurlaubung vom Unterricht. Auch der tagesaktuelle Stunden- und Vertretungsplan kann jederzeit abgerufen werden. Der für die Eltern kostenlose Service kann auf Computer, Tablet und Smartphone genutzt werden. Seit kurzem verfügt man auch über eine neue Hausanlage, womit der Klingelbereich der während des Unterrichts verschlossenen Schule via Bildschirm einsehbar ist.

„Neues Zeitalter“

„Uns ist es sehr wichtig, das neue Zeitalter im Oberen Frankenwald zu integrieren“, zeigte sich der Schulleiter vom großen Potenzial des Landkreis-Nordens mit den „wirtschaftlichen Großgiganten“ überzeugt. Den Mittelschulstandort betrachte man zugleich als Verpflichtung, den Schülern die Attraktivität unserer Region zu vermitteln und diese zum Hierbleiben zu animieren. Großer Dank gebühre dem Freistaat für die hohe Förderung sowie insbesondere der Gemeinde Steinbach am Wald , die einen fünfstelligen Beitrag beisteuerte. Dankbar zeigte er sich auch einer Reihe von Fachleuten gegenüber, die bei der Umsetzung mitwirkten, so dem Verwaltungsmitarbeiter der Gemeinde Steinbach, Helmut Hirth, der Systembetreuerin Maria Seubold sowie vor allem Christian Eke. Sehr mit eingebracht habe sich auch der ehemalige Systembetreuer Sebastian Unger. Die Hausmeister Uli Löffler und Marco Großmann hätten durch die Installation viel Geld eingespart und die Realisation beschleunigt.

Die Fördertöpfe seien, so erklärte Schulrätin Kerstin Zapf, gut gefüllt, würden jedoch nicht immer abgerufen. Die Schule in Windheim sei hier ein leuchtendes Beispiel, habe sie doch das vorhandene Budget nahezu vollständig ausgeschöpft. „Das ist gut investiertes Geld, das sowohl Lehrern als auch Schülern zugutekommt“, würdigte sie.