Zum Jahresausklang ist ein neues Cranach-Heft des Vereins „1000 Jahre Kronach “ erschienen, das einmal mehr eine große Themenvielfalt bietet. Von seinen archäologischen Erkundungen berichtet Philipp Schinkel. Er zieht erste Schlüsse aus den Ergebnissen der Georadaruntersuchungen, die zwischen Friesen und Birkach vorgenommen worden sind.

Mit einem weiteren kulturgeschichtlichen Thema befasst sich ein Beitrag von Stadtvogt Hans Götz über das Verschwinden der Nadelwehre, die als typische Begleiterscheinung der Flößerei die Kulturlandschaft des Frankenwaldes geprägt haben. Ein kläglicher Rest eines Nadelwehres ist im Landesgartenschaupark noch wahrzunehmen.

Schwerpunkt Erinnerungen

Rückblicke auf das Stadtgeschehen enthält der Beitrag von Hanni Wachter über die schon über ein Vierteljahrhundert währenden Bemühungen des Seniorenbeirats der Stadt Kronach .

Vor 20 Jahren fand in Kronach die Landesgartenschau statt. Das nimmt Manfred Raum zum Anlass für einige Anmerkungen, ferner blickt er auf die letzte Sanierung des Bürgerspitals zurück, die 1991 abgeschlossen wurde, und Heinz Köhler schildert die Schwerpunkte der kommunalpolitischen Arbeit von Gerhard Seuling.

Dazu gibt es die Fortsetzung der Kronacher Postgeschichte von Ludwig Hertlein, und Stadtvogt Hans Götz kommentiert den Inhalt eines Votivbildes, das die Kronacher Stadtgeschichte berührt und der Bürgerstiftung Historisches Kronach gehört. Es wurde anlässlich des frühzeitigen Todes seiner Ehefrau vom Viertelmeister Johann Müller dem Jüngeren im Jahr 1697 gestiftet.

Cranach-Jubiläumsjahr 2022

Die Titelseite des Heftes zeigt zur Einstimmung auf das kommende Cranach-Jubiläumsjahr 2022 die „Heilige Sippe“ von Lucas Cranach dem Älteren, den sogenannten Torgauer Altar. Torgau war ursprünglich der Standort, heute ist das dreiteilige Altarwerk im Städel Museum in Frankfurt am Main zu sehen. Die beiden genannten Bilder sind noch bis Mitte Januar in den Schaufenstern von „1000 Jahre Kronach “ in der Amtsgerichtsstrasse ausgestellt.

Weitere Vereinsaktivitäten des zu Ende gehenden Jahres runden den Inhalt ab. So erläutert Michael C. Müller seine Gedanken zum neuen Vereinslogo. Mit einer kleinen Geschichte der Kronacherin Anita Reuß wird an die Zeiten erinnert, als man in der Judengasse noch Schlittenfahren konnte, und die Herausgabe von Büchern sowie die sonstigen Aktivitäten des Vereins sowie der Bürgerstiftung werden in Wort und Bild geschildert.

Das Heft ist zum Preis von vier Euro im Buchhandel oder bei „1000 Jahre Kronach “ erhältlich. red