Marienweiher/ Wallenfels  —  Bereits zum zweiten Mal musste die traditionelle Fußwallfahrt von Wallenfels nach Marienweiher coronabedingt entfallen. In diesem Jahr konnte jedoch zumindest ein Gottesdienst in der Basilika Marienweiher organisiert werden.

Die Wallenfelser Wallfahrt zur Gnadenmutter von Weiher in die Basilika nach Marienweiher hat eine lange Tradition. Im Pfarrarchiv wird erstmals im Jahre 1755 eine Wallfahrt mit Pfarrer Johann Gahn erwähnt. Und so ziehen sie auch heute noch nach dem Wallfahrersegen in der Stadtpfarrkirche St. Thomas hinaus zur Gnadenmutter von Weiher. Bei jedem Wetter sind sie unterwegs, sei es strahlender Sonnenschein, Kälte und Schnee oder Regen, nichts hält die Wallfahrer von Wallenfels davon ab, zur Basilika von Marienweiher zu pilgern, zur „Maria von Weiher“, um sich die ganze Fülle der Gnaden abzuholen und ihre Sorgen und Beschwerden vor dem Altar abzulegen. Denn die Gnade der Mutter von Weiher wird im Herzen nach Hause getragen und gelebt bis zum nächsten Jahr zur nächsten Marienwallfahrt nach Marienweiher.

Leider konnten die Gläubigen die vertrauten Wege wieder nicht gehen. Nur Dominik Weiß trug mit coronakonformer Begleitung das Gnadenbild die ganze Strecke bis in die Wallfahrtsbasilika – in Vertretung all der Wallfahrer und Musikanten, die in einem ganz normalen Jahr dabei gewesen wären.

Erinnerung an die letzte Fußwallfahrt

Die letzte Fußwallfahrt ist vielen Beteiligten sicher noch im Gedächtnis geblieben: Eisiger Wind , schneebedeckte Felder und klamme Kälte begleiteten die Wallfahrer 2019 auf ihrem Weg. Von Wallenfels geht es hoch über die Göttlich Hilf, nach Haid, Reichenbach und Presseck. Dann weiter nach Premeusel, hinab ins Tal und den gefürchteten Grafengehaiger Berg hinan zur wohlverdienten Mittagspause. Weiter durch das schöne Rehbachtal erreichen die Wallfahrer schließlich Marktleugast und bald auch Marienweiher. Auf Initiative von Wallfahrtsführer Franz Behrschmidt konnte nun 2021 ein Wallfahreramt in der neu restaurierten Basilika in Marienweiher abgehalten werden. Die freien Plätze für den Gottesdienst waren schnell reserviert, so dass Behrschmidt leider einige Absagen erteilen musste. Der besondere Dank Behrschmidts ging natürlich an Dominik Weiß, denn es ist nicht selbstverständlich, die Standarte diesen langen Weg zu tragen, und allen an der Gestaltung der Messe Beteiligten. Wallfahrtsseelsorger Pater Aurelian OFM zelebrierte den Gottesdienst , Maik Förner an der Panflöte, sowie die Organistin sorgten für eine würdevolle Umrahmung.