Mit einem Festgottesdienst in der Kronacher Stadtpfarrkirche am 27. Juni um 10.30 Uhr wird dem 100. Geburtstag des Kronacher Märtyrers Matthias Kaiser gedacht. Lange nach dem Krieg wurde dessen Schicksal verschwiegen. Vor 36 Jahren brachte Christoph Zeckai die Wahrheit ans Licht.

Wie der frühere Kronacher Christoph Zeckai herausfand, haben Matthias Kaisers Vorgesetzte im September 1944 die Forderung des Anklägers auf fünf Jahre Zuchthaus verworfen und ein Todesurteil verhängt. Zeckai war der Erste, der nach Gesprächen mit Lore Kaiser, der Schwester von Matthias Kaiser, die lange verschwiegene Wahrheit um den jungen Kronacher 1984 ans Licht gebracht hatte.

Bekennender Katholik

Matthias Kaiser wurde am 28. Juni 1921 als Sohn von Lothar und Katharina Kaiser in Kronach geboren. Man müsse schon etwas mehr von dem bekennenden Katholiken Matthias Kaiser wissen, um eine Ahnung von der Tragik seines Todes zu erhalten, stellt Christoph Zeckai fest. Manches bleibt bis heute unerklärlich.

„Mit Matthes Kaiser wohnte ich 1940/41 im bischöflichen Schülerheim Aufsesianum Bamberg“, zitiert Zeckai den späteren Oberkotzauer Pfarrer Franz Leipold (gestorben 2011). „Matthes Kaiser hatte den unerschrockenen Mut , bei der nationalsozialistischen Führung des Hauses vorzusprechen um zu erreichen, dass einmal in der Woche in aller Frühe die Heilige Messe besucht werden durfte. Er hatte es ermöglicht, dass eine Handvoll Schüler ihm, dem großen Vorbild, mutig bekennend folgte, um bei den Franziskanern in St. Jakob das Heilige Messopfer mitzufeiern.“ Pfarrer Leipold beschreibt den jungen Kronacher als mutig bekennendes Vorbild christusbegeisterter Jugend.