Klein aber fein war am Freitagabend der Ehrungsabend im Arnika-Café, der unter Beachtung der 3G-Regeln durchgeführt wurde. Dabei wurde Gabi Weber zur „Altbürgermeisterin“ ernannt. Mit dem Ehrentitel werden ihr Wirken und ihre Verdienste für ihre 18 Jahre dauernde Amtszeit als Bürgermeisterin gewürdigt und wertgeschätzt.

Gabi Weber hatte von 2002 bis zum Jahre 2020 den Chefsessel im Rathaus inne. Ihr Nachfolger Frank Jakob wies darauf hin, dass die Entscheidung bereits in der Stadtratssitzung am 23. November 2020 getroffen wurde. Wegen Corona sei es leider nicht möglich gewesen, die Verleihung eher durchzuführen. Er begründete den Ehrentitel damit: „Wer mit offenen Augen durch unsere schöne Arnikastadt Teuschnitz und die Ortsteile läuft, dem muss man eigentlich nicht mehr viel erklären!“

Entwicklung zur Arnikastadt

Mit der Entwicklung von Teuschnitz zur Arnikastadt ging Gabi Weber neue Wege. Mit dem Leitbild „Natur und Gesundheit“ wurde im Jahre 2012 der Grundstein für das gelegt, was in den folgenden Jahren entstehen sollte.

Unter anderem wurde im Jahre im ehemaligen Werkraum der Schule das Arnika-Café eingerichtet, welches vom Arnika-Verein bewirtschaftet wird und das mittlerweile sehr gerne angenommen wird. Ein Jahr später folgte der Bau des Kräutergartens , der sich überregional großer Beliebtheit erfreut. Mittlerweile werden auch Trauungen dort vorgenommen, erklärte der Bürgermeister .

Jakob berichtete weiter von der Einrichtung der Lehr- und Schauküche und des Arnikaladens in der Arnika-Akademie. Die Naturprodukte aus der Arnikamanufaktur werden stark angenommen, zudem sei es gelungen, viele Vertriebspartner zu finden.

Jakob wies daraufhin, dass der Begriff „Arnikastadt“ letztendlich auch das Schlagwort für alle städtebaulichen Maßnahmen war, welche im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen definiert wurden. Dazu zählen der neue Spielplatz, der Zentralparkplatz, die Sanierung des Schlossgartens , Kirchenumfelds und Rathausvorplatzes. Ein großes Projekt sei das „Schwarze Kreuz“, das sich derzeit in der Sanierungsphase befinde.

Weiterhin nannte der Bürgermeister neben dem Bau , Sanierung und Unterhalt von Straßen, Kanälen, Kindergarten etc. auch weitere städtebauliche Maßnahmen wie die Sanierung des „Alten Torhauses“, das Projekt „In der Heimat wohnen“, den Umbau der alten Schule in Wickendorf und des Hallenbades in Teuschnitz .

Stadt nahm positive Entwicklung

All die Projekte haben auch sehr viel Geld gekostet, stellte der Bürgermeister klar. Gabi Weber habe es geschafft, dass trotz klammer Finanzmittel sich die Stadt positiv entwickeln konnte. Sie sei eine gute Netzwerkerin gewesen, die den Kontakt zu Fördermittelgebern herstellte und pflegte. „Du hattest einen guten Draht zu den entsprechenden Stellen!“

„Ich habe mich richtig gefreut über diese Auszeichnung“, strahlte Gabi Weber . Sie sei immer bemüht gewesen, das Beste aus Teuschnitz zu machen. Manchmal sei dies nicht einfach gewesen. Mitunter sei sie auch belächelt worden. Ihr Dank galt ihren ehemaligen Mitarbeitern und ihren Stadträten , die letztendlich die Entscheidungen für die Stadt Teuschnitz mitgetragen haben. „Wir haben das alles gemeistert, weil wir es gemeinsam gemacht haben!“ Es wurden Wege gegangen, von denen man nicht wusste, wo diese hinführen. „Vieles sei ein Wagnis gewesen!“

Frank Jakob wies abschließend noch darauf hin, dass der ehemalige Geschäftsleiter der Stadt Teuschnitz , Thomas Weber , in Zusammenarbeit mit weiteren Beteiligten ein Buch über die Ära Gabi Weber herausgegeben haben, das im Rathaus erworben werden kann.