In den letzten Monaten sind bayernweit grüne Oasen gesucht worden, die voller Leben sind. Das Ziel der Aktivitäten: die Naturgarten-Zertifizierung. Auch im Frankenwald hat der naturnahe Garten erfreulicherweise bei vielen Hobbygärtnern in den letzten Jahren wieder einen hohen Stellenwert eingenommen. „ Naturgärten sind vielfältig, bunt, artenreich und ein Gewinn für Mensch und Natur“, so die Argumente der Experten.

In Stockheim konnte erneut zwei erfolgreichen Gartenbesitzern Urkunde und Plakette überreicht werden. Es sind dies Hans-Josef Detsch (Stockheim) sowie Thomas Fehn (Weißenbrunn). Die Auszeichnungen nahmen Gartenbaukreisvorsitzender Fritz Pohl aus Theisenort, Kreisfachberaterin Beate Singhartinger sowie Gartenbauingenieurin Melanie Hohner vor. Die begrüßenswerte Aktion steht unter dem Motto „Bayern blüht – Naturgarten “. Die bayernweit durchgeführte Naturgartenzertifizierung ist von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim organisiert worden. Nur wessen Garten der strengen Prüfung standhält, wird mit Plakette und Urkunde ausgezeichnet und darf seinen Garten als „Zertifizierten Naturgarten “ betiteln. Mittlerweile können sich 26 Gartenbesitzer aus dem Landkreis Kronach über das begehrte rautenförmige Schild „ Naturgarten – Bayern blüht“ freuen. Nach wie vor ist die Aktion – gerade im Zeichen des Klimawandels – für die Hobbygärtner aktuell.

Für die Auszeichnung muss eine ganze Reihe von Bedingungen erfüllt sein, damit das Prädikat erteilt werden kann. Daher ist es zu empfehlen, sich vorab auf den Internetseiten des Bayerische Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege oder des Gartenbau-Kreisverbandes Kronach über die genauen Modalitäten und konkreten Bewertungskriterien zu informieren.

Unter die „Muss-Kriterien“ fällt dabei: Verzicht auf chemischen Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie Torf und eine hohe Biodiversität. Bei den „Kann-Kriterien“ gehe es um den Einsatz heimischer Pflanzen , das Vorhandensein von Wiesenelementen und Wildkräutern, um die Anwendung von Mischkulturen, die Existenz von Komposthaufen sowie das Einbringen naturnaher Materialien und die Verwendung von Regenwasser.

Wie Kreisvorsitzender Pohl ergänzend ausführte, sei die Selbstversorgung wieder im Aufwärtstrend. Durch Bewahrung alter Arten und Sorten sowie viele Neuzüchtungen stünde den Gärtnern ein breites Spektrum zur Verfügung, um ihr eigenes Raritätenkabinett zu schaffen.