„Du wachst morgens auf und es gibt keinen Himmel. Du verlässt das Haus und es gibt keine Straße. Du atmest tief ein, aber es gibt keine Luft.“ Es sind nur wenige Worte eines Liedes von Lyavon Volski, die das Leid und Elend in Belarus beschreiben. In der St. Laurentius Kirche in Schmölz wurde für den Frieden in diesem Land in Osteuropa gebetet.

Im Lied heißt es weiter: „Es gibt ein Gefängnis. Nicht du stößt dich gegen die Wand, sondern sie gegen dich. Nicht du fällst in den Abgrund, sondern er fällt in dich. Nicht du machst das Licht aus, sondern es dich. Wie im Krieg.“

Trauer, aber auch Hoffnung

Es war ein Gottesdienst voller Trauer und Ohnmacht, aber auch voller Hoffnung für ein Land, in dem nichts mehr sei, wie es mal war. Während des Gottesdienstes wurde Belarus in vielen Farben und Facetten beschrieben: „Belarus liegt in Osteuropa. Das Land grenzt an Polen, Litauen, Lettland, Russland und die Ukraine. Es hat keinen Zugang zu einem Meer. Das Land ist eher flach oder leicht hügelig. Es gibt Moore, Wiesen und Wälder. Wisente und Elche sind in Weißrussland neben Wildschweinen und Bibern heimisch. Die Hauptstadt heißt Minsk. Sie liegt in der Mitte des Landes. Die Einwohner sprechen Belarussisch oder Russisch. Beide sind Amtssprachen.“

Gesang , Gedichte oder Informationen prägten den Gottesdienst , in dem es vor allem darum ging, die Geschichte des Landes und die Mentalität seiner Menschen zu begreifen.

Julia, die selbst in diesem Land geboren ist, drückte es so aus: „Das ist die Geschichte des Landes, wo mutige und liebevolle Menschen leben. Das Volk musste viel leiden und immer noch herrscht kein Frieden. Und alles, was wir hier tun können, ist beten für unser Land.“ Sie beschrieb ein schwieriges Jahr für Belarus, aber auch ein kreatives und fruchtbares. „Es wurden hunderte Lieder über die Freiheit geschrieben, hunderte ausdrucksvolle Bilder gemalt, viele unglaublich starke Theaterstücke präsentiert.“

Die Veranstaltung wurde musikalisch von Alexandra Khlopkov und Oleg Modienkov begleitet.