Bei der Frauenliste Stadt und Landkreis Kronach steht die Wahl des neuen Vorstandteams an. Besprochen wurde dies in der jüngsten Sitzung. Geplant ist die Wahl für den Mai, vermutlich per Video, wie die Sitzungen der letzten Monate. Dass eine öffentliche Veranstaltung möglich sei, sei vorerst nicht zu erwarten.

Seit einem Jahr haben die Frauen auch immer wieder über das Thema Corona und die Ungleichheit politischer Anordnungen geredet. In der vergangenen Zeit mussten viele erfahren, wie sehr die Pandemie das Leben aller verändert.

Cornelie Vormbrock sprach die immer größer werdenden psychischen Belastungen vieler Menschen an. Eine Möglichkeit der Unterstützung könnte ihrer Meinung durch die Veröffentlichung von Notrufnummern in Bussen des öffentlichen Nahverkehrs geleistet werden.

Hilfe für viele

Damit könnten viele Personengruppen erreicht werden und dadurch Hilfe erhalten. In vielen Großstädten läuft diese Aktion Vormbrock zufolge schon mit Erfolg. Jeweilige Ansprechpartner stehen in der Regel 24 Stunden zur Verfügung, die Telefonate sind kostenfrei und können auch anonym durchgeführt werden.

Wie Vormbrock mitteilte, hatte sie vorab bereits Kontakt mit der Telefonseelsorge, dem Hilfetelefon " Gewalt gegen Frauen ", dem Kinder- und Jugendtelefon "Nummer gegen Kummer" und dem Elterntelefon "Sorgen um Ihr Kind" aufgenommen. Die Informationsmöglichkeiten, besonders im ländlichen Bereich, wurden seitens der Hilfsorganisationen sehr begrüßt. Ein entsprechendes Anschreiben an die Geschäftsführerin der Mobilitätszentrale mit Anschauungsmaterialien ist inzwischen erfolgt. Vormbrock und Petra Zenkel-Schirmer äußerten die Hoffnung, dass diese Aktion auch in Kronach mit Erfolg durchgeführt werden kann.

Stadtteile mit einbinden

Für ausgiebige Diskussionen sorgte das Thema Stadtentwicklung der Stadt Kronach . Einig waren sich die Frauen dabei über die Notwendigkeit einer Gestaltungssatzung. Dabei sollte der Blick nicht nur auf die Kernstadt gerichtet sein, vielmehr müssten alle Stadtteile mit eingebunden werden. Ziel sei die Entwicklung eines harmonisch abgerundeten Gesamtbildes, welches den Charakter der Stadt widerspiegelt.

Weitere Punkte zum Thema Stadtentwicklung waren unter anderem die Aufwertung der Innenstadt und damit die Förderung des Einzelhandels. Dazu gehöre ebenfalls ein gut durchdachtes Verkehrskonzept, welches auch die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern im Blick hat.

Mehr Grün und eine Wasserstelle am Marienplatz würden eher zum Verweilen einladen, als es bisher der Fall ist. Auch sollte auf eine positive Entwicklung aller Stadtteile mehr Wert gelegt werden, und die Dorferneuerungen müssten weiterhin vorangebracht werden. Der Mittelpunkt eines Dorfes muss demnach als solcher erkennbar sein und der Förderung der Dorfgemeinschaft dienen.

Auch die Entwicklung Kronachs hin zu einer klimaneutralen Stadt war ein großes Thema.

Bei der Frage nach Visionen für die Stadt kam abschließend der Wunsch auf, Kronach möge sich zu einer Stadt entwickeln, in der alle Menschen, egal welcher Herkunft und welchen Alters, gut miteinander leben können. Darauf müsse in den nächsten Jahren geachtet werden, so das Fazit. red