Mehr als 50 weibliche Gäste hatten sich zur ersten Afterwork-Party des Frauennetzwerks „EVA“. in der Galerie des Kronacher Kunstvereins eingefunden. Die Veranstalterinnen unter Leitung von Lisa Gratzke, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, hatten rundum für Wohlfühlatmosphäre gesorgt. Die Gäste im Kreiskulturraum genossen anregende Gespräche, kühle Getränke, köstliches Fingerfood, beschwingten Sommerjazz der Formation „Partylight“ und jede Menge Kunst.

Lisa Gratzke erläuterte den Sinn des überparteilichen und überkonfessionellen Frauennetzwerks EVA. Das Netzwerk, dessen Name für „engagiert, vernetzt und aktiv“ stehe, habe es sich zur Aufgabe gemacht, den Austausch und das Miteinander von Frauen in der Region zu stärken. „Wir machen uns stark dafür, dass Frauen in unserer Gesellschaft mehr wahrgenommen werden“, sagte Lisa Gratzke. „Wir wollen dazu beitragen, dass ‚ Frau ‘ in der Stadt und im Landkreis Kronach sichtbar wird. Wir setzen uns dafür ein, dass Gleichstellung zur Normalität wird und gleiche Voraussetzungen für Teilhabe von Frauen an und in der Gesellschaft − in Kronach − geschaffen werden. Und wir wollen Frauen fördern und das Selbstverständnis sowie das Selbstwertgefühl von Frauen stärken.“

Eine neue Plattform

Der EVA-Feierabend sei eine Veranstaltung, die sich ausschließlich an Frauen wende. Er sei als Plattform gedacht, bei der Frauen aller Altersgruppen, unterschiedlicher Herkunft und beruflichen Hintergrunds ungezwungen ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen könnten.

Den passenden Rahmen bot die aktuelle Ausstellung des Kronacher Kunstvereins , die sich mit dem heutigen Frauenbild und den Attributen von Weiblichkeit auseinandersetzt.

Sabine Raithel, Vorsitzende des Kronacher Kunstvereins , gab eine kurze Einführung in das Ausstellungskonzept, zu den Körperskulpturen der Metall-Bildhauerin Angelika Summa sowie den Frauenporträts von Wolf-Dietrich Weissbach.

„Der Abend war ein voller Erfolg“, so das Resümee von Lisa Gratzke. Diskutiert wurde bis in die späten Abendstunden. Nach diesem fulminanten Auftakt soll es in jedem Fall weitere Veranstaltungen im Laufe des Jahres geben. red