Eine beeindruckende Freisprechungsfeier organisierte die Kreishandwerkerschaft (KHS) für 42 Junghandwerker im Schützenhaus.

„Ihr habt eine wichtige Hürde genommen, doch der viel zitierte goldene Boden des Handwerks kommt erst noch“, machte das Mitglied des Vorstandes der Handwerkskammer für Oberfranken, Karl- Peter Wittig, den neuen Gesellen Mut. Die Chancen und Möglichkeiten seien selten so gut gewesen wie heute. Als Beispiel nannte Wittig das Zukunftsthema Klimaschutz, das alle Bereiche des Lebens betreffe. Ohne breit aufgestelltes und qualifiziertes Handwerk sei Klimaschutz nicht umzusetzen, sagt er. Basis dafür seien im Landkreis Kronach 152 Betriebe der KHS Kronach , die ihren Nachwuchs, aktuell 379 junge Menschen, engagiert und mit Leidenschaft ausbilden würden. Er wies auf die neueste Nachwuchskampagne der HWK unter dem Motto „Das Beste, was Du werden kannst: Du selbst!“ hin. Dessen zentrale Botschaft sei es, dass neben einer guten fachlichen Grundlage es vor allem auch die Sinnhaftigkeit des Tuns ist, für die das Handwerk steht. Wer jeden Tag etwas schaffe, mit seiner Hände Arbeit etwa Sichtbares hinterlasse, wer Probleme fachkundig löse und Kunden helfen könne, der sei in der Regel sehr zufrieden. Und das mache nicht nur glücklich, sondern forme den Menschen und präge die Persönlichkeit. Weiter gab er den jungen Leuten mit auf den Weg: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom, hört man damit auf, treibt man zurück!“ Es werde weiter auf dem handwerklichen Berufsweg viel Flexibilität und Neugier verlangt. Dies war auch ein guter Rat von Berufsschulleiter Rudolf Schirmer.

Drei Frauen bestachen mit besonderen Leistungen: Linda Oßmann ( Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ) hat ihre Ausbildung mit der Note 1,5 bestanden. Sie lernte im Ausbildungsbetrieb des Innungs-Obermeisters Ulrich Oßmann, Weißenbrunn. Anna Drießen (Keramikerin) ist Kammersiegerin im praktischen Leistungswettbewerb. Ihre Ausbilderin ist Edith Memmel aus Mitwitz, die Obermeisterin der Töpfer- und Keramiker- Innung Bayern. Als dritte herausragende Gesellin kommt Janna Moser (Keramikerin) als beste Keramikerin Bayerns dazu. Sie absolvierte ihre Ausbildung in der Töpferei Schacht, Pottenstein. Außerdem bekamen ihren Gesellenbrief die Bäcker Jule Bätz (Schoder, Seßlach), Jerome Bürger (Grünwehrbeck, Kulmbach), Emma Kieslinger (Ruß, Tettau), Joanna Rudolph ( Heimann, Ebersdorf), Anna Seegert (Motschmann, Ebersdorf), Magdalena Stauch, Elias Thieg (beide Müller, Stockheim); die Lebensmittelfachverkäuferinnen Ayleen Bemba, Natalie Friedrich (beide Schäfer, Weismain); die Dachdecker Abou Sidibe (Wachter, Wilhelmsthal), Yannik Hüttner (Neubauer- Ströhlein, Nordhalben); die Feinwerkmechaniker Jonas Luthardt, Tiffany Wirth (beide Leiss, Ludwigsstadt), Andre Traut (Jacob-Baumann, Ludwigsstadt), Simon Wich (Krumpholz, Kronach ); die Maurer Leon Greiner (Schmittnägel, Wallenfels), Maximilian Wolfram (Fehn, Teuschnitz); der Metallbauer Mihailo Marinkovic (Marinkovic, Küps); der Ofen- und Luftheizungsbauer Dominic Lohneis (Leicht, Bad Staffelstein); die Zimmerer Tim Neubauer (Adlerhaus, Nordhalben), Fabian Sauer (Dennewill, Marktrodach). eh