Die große Ehre, von Erzbischof Ludwig Schick persönlich gefirmt zu werden, hatten am Freitag 13 junge Christen der Pfarreien St. Johannes Kronach mit den Filiale St. Marien Höfles und St. Leonard Zeyern. Der Chrisam wurde mit einem Wattebausch aufgetragen.

Der eindrucksvolle Festgottesdienst in der Kronacher Stadtpfarrkirche wurde vom Bamberger Oberhirten gemeinsam mit Stadtpfarrer Thomas Teuchgräber zelebriert. In seinen einleitenden Worten wies Gemeindereferent Martin Förtsch, der zusammen mit einem rund fünfköpfigen Team für die Firmvorbereitung verantwortlich zeichnete, auf die geltenden Vorgaben und Beschränkungen hin.

"Ein Geschenk Gottes"

"Wir leben in einer außergewöhnlichen Zeit", meinte Erzbischof Ludwig Schick . Vielleicht bedürfe es aber gerade jetzt der guten Gaben Gottes , des Heiligen Geistes , ganz besonders. Daher sei es gut, an diesem Tag Firmung zu feiern, wofür er gerne nach Kronach gekommen sei. In seiner sehr aufmunternd gestalteten Predigt ging der Bamberger Oberhirte auf die Bedeutung der Firmung sowie der sieben guten Gaben des Heiligen Geistes - Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht - ein. "Der Heilige Geist ist ein Geschenk Gottes an uns Menschen", verdeutlichte er. Dabei sollten wir niemals vergessen, dass wir alle Wunschkinder seien, die von Gott gewollt und geliebt seien. Jeder von uns habe von ihm einen bestimmten Auftrag mit bekommen, bevor unser Leben im Himmel vollendet werde und wir dort ewig bei ihm sein könnten.

Eine Firmung im Corona-Modus sei nicht besonders erhaben. Aber das Wesentliche der Firmung sei nicht das Äußere, sondern dass der Heilige Geist in unser Leben komme, damit es gelinge und glücklich werde.

Mit dem Wattebausch

Nachdem die Firmbewerber ihr Taufversprechen erneuert hatten, spendete der Erzbischof das Sakrament der Firmung. Dabei zeichnete er auf der Stirn des Firmanden ein Kreuz mit Salböl, dem Chrisam - als Symbol für die Übertragung der Gaben des Heiligen Geistes . Um Abstand zu halten und Körperkontakt zu vermeiden, wurde das Salböl von ihm nicht mit den Fingern, sondern mit einem Wattebausch aufgetragen.

Die jungen Christen hatten sich eingangs sehr stolz gezeigt, dass sie vom Erzbischof persönlich gefirmt werden. Sie brachten sich selbst in den würdevollen Gottesdienst mit ein.

Im Anschluss richteten sie Dankesworte an den Bamberger Oberhirten und überreichten ihm eine Spende für das Bonifatiuswerk. Den Jugendlichen hatte es freigestanden, sich an diesem Nachholtermin firmen zu lassen oder ihre Firmung auf den nächsten regulären Termin zu verschieben, wofür sich ebenfalls einige von ihnen entschieden hatten.

Bei dem Festgottesdienst, bei dem jeweils die Familien mit Mund- und Nasen-Schutz in den Kirchenbänken saßen, war leider kein gemeinsames Singen möglich. Stimmungsvoll umrahmt wurde der Gottesdienst von Silvia Wachter mit sorgsam ausgewählten Liedbeiträgen, Rainer Endres an der Orgel sowie Kathia Neubauer, ebenfalls mit Gesang. hs