Vor 84 Jahren, genau am 13. Juni 1937, wurde die Wickendorfer Kirche vom Bamberger Erzbischof Jakobus von Hauck der Rosenkranzkönigin geweiht. Das Ereignis wirde an diesem Wochenende gefeiert.

Der Bau der Rosenkranzkönigin-Kirche wurde erst möglich durch die Hilfe des Erzbischofs, des Diözesansteuerausschusses, durch die Initiative des Kirchenbauvereins sowie den großen Opferwillen der Gemeinde Wickendorf .

Erste Planungen

Auf Veranlassung des Pfarrers und Dekans Georg Mauderer aus Teuschnitz wurden bereits 1931 Pläne und ein Kostenvoranschlag von Professor und Baurat Ludwig Fuchsenberger in München erstellt und mit einem Gesuch um Gewährung eines Zuschusses zum Bau einer Filialkirche in Wickendorf dem Erzbischöflichen Ordinariat in Bamberg vorgelegt. Jährlich wurde dieser Antrag wiederholt. Nachdem zum letzten Antrag ein Zuschuss zugesagt worden war, konnte am 1. September 1936 mit dem Bau der Kirche begonnen werden. Die feierliche Grundsteinlegung fand am Sonntag, 20. September 1936, durch den Dekan und Stadtpfarrer Georg Mauderer aus Teuschnitz statt.

Laut Zeitungsbericht vom 24. September 1936 wurde „Anno Domini 1936“ in harten Fichtelgebirgsgranit eingemeißelt, und die Einwohner aus Wickendorf waren trotz fortwährenden Sprühregens in freudiger Aufregung. Der Kirchenchor Wickendorf unter Leitung von Lehrer Hans und die Musikkapelle umrahmten die Feier.

Die Vollendung und Weihe

Aus dem Schlusssatz der Urkunde zur Grundsteinlegung ist zu entnehmen, dass die Kirche in Tagen ernster Sorge und heißer Liebe zu Vaterland, Kirche und Glauben erbaut wurde: „Möge dieses Gotteshaus den Gefallenen der Gemeinde ein immerwährendes Denkmal sein und den Lebenden eine Stätte des Gebetes , der Gnade und des Trostes, für und für.“

Bereits am 5. Juni 1937 konnte die Bauvollendung gemeldet werden. Wenige Tage später folgte die Weihe.

Am 9. September 1941 wurde ohne das Einverständnis aus Teuschnitz die Kaplanei Teuschnitz nach Wickendorf verlegt, die Filialkirche Wickendorf zur Kuratiekirche und Wickendorf mit Marienroth zur Kuratie Wickendorf-Marienroth erhoben. In den Folgejahren wurden schließlich das Kirchenareal mit Pfarrhaus und der Kindergarten sowie das gemeindliche Leichenhaus vollendet. Die kirchliche Anlage gleiche einer Klosteranlage , so der damalige Bürgermeister der Gemeinde Wickendorf , Johann Martin, bei der Verabschiedung von Kuratus Adam Wolf, ohne dessen Einsatz vieles nicht möglich gewesen wäre.

Festgottesdienst

Der Festgottesdienst zum Kirchweihfest ist am Samstag, 12. Juni, um 19 Uhr in der Rosenkranzkönigin-Kirche. Zelebriert wird die Eucharistiefeier vom Kronacher Dekan und leitenden Pfarrer des Seelsorgebereichs Frankenwald, Detlef Pötzl. Pötzl ist seit 1. September 2017 der Kuratus der Kuratie Wickendorf .

Kommunionfeier

Am Sonntag, 13. Juni, findet um 10 Uhr die Feier der Erstkommunion statt. Die Erstkommunionkinder treffen sich mit ihren Familien um 9.45 Uhr an der ehemaligen Schule Wickendorf zum Festzug zum Gotteshaus . Bei schönem Wetter ist der Gottesdienst im Pfarrgarten.

Weitere Informationen zur Geschichte und ein Gedicht anlässlich der Weihe der Kirche gibt es im Internet unter Adresse www.kuratie-wickendorf.de.