Am ersten Wochenende im August und damit eine Woche nach der Wallenfelser Kirchweih wird am Herrgottswinkel das Bergfest gefeiert. Zwar entfiel auch in diesem Jahr coronabedingt das Festprogramm am Nachmittag, doch konnte dieses Jahr zumindest die „Bergmesse“ wieder stattfinden.

Pater Jan Poja freute sich über die zahlreich erschienenen Gläubigen , die trotz des regnerischen Wetters den Weg zur Wanderhütte gefunden hatten. Im Evangelium sei von einem Treffen Jesu mit vielen Menschen an den Ufern des Sees Genezareth zu hören gewesen. Nach dem Wunder der Brotvermehrung suchten die Menschen Jesus auf, um abermals satt zu werden. Die Speisung der 5000 – eine gelungene Werbeaktion? Dieser These widersprach Pater Jan in seiner Predigt. Sichtbar werde dies unter anderem im sozialen Engagement der Kirche weltweit, z.B. in den Bereichen Erziehung und Gesundheitsfürsorge. Dass diese Angebote für alle offen seien, sei Teil des christlichen Selbstverständnisses.

Als Beispiel nannte Poja Indien, wo Katholiken nur etwa zwei Prozent am Anteil der Gesamtbevölkerung ausmachen, jedoch 20 Prozent der Schulen und Gesundheitseinrichtungen landesweit von der katholischen Kirche unterhalten werden. Doch auch im Landkreis und Dekanat Kronach seien mit einer Ausnahme alle Kindergärten christlich und überwiegend von Kirchenstiftungen geleitet.

Der Musikverein umrahmte den Gottesdienst musikalisch. Der Vorsitzende der Frankenlust, Josef Schlee, zollte besondere Anerkennung der ältesten Gottesdienstbesucherin, Maria Stumpf. Denn während er mit dem Auto gefahren sei, habe sie die ganze Strecke vom Tal aus zu Fuß bewältigt. sd