Man kann nicht behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat, sagte einmal der französische Schriftsteller , Maler und Journalist Emile Zola . Danach richtet sich die Kronacherin Kerstin Sperschneider bei ihrem Hobby, der Fotografie. Die Ergebnisse sind jetzt in der Galerie des Kronacher Kunstvereins KKV unter dem Titel „Unser Planet“ ausgestellt.

Karin Elsel erwähnte bei der Vernissage , dass die Kronacher Hobbyfotografin gerne reist, manchmal auch in Begleitung eines professionellen Fotografen, der entsprechende Tipps gibt und auf Motive hinweist. Kerstin Sperschneider nutzt technisch nur die Kamera . Eine Veränderung des Fotos am Computer lehnt sie ab. Sie spielt mit Blende und Belichtungszeiten und erzeugt so Unschärfen oder nimmt monochrome Bilder auf. Ihr professioneller Umgang mit der Fototechnik paart sich mit geschultem Blick für Motive.

In der Ausstellung zeigt sie eine Vielfalt an Motiven, unter anderem Natur zu den verschiedensten Jahreszeiten, das große und spannende Thema Architektur oder auch einfach Fotos von der Straße. Als besonders wichtig sieht Sperschneider Strukturen und Formen an, die sowohl in der Architektur als auch in der Landschaft vorkommen. Sie experimentiert gerne mit der Kamera . So findet man auch Fotos von leicht verschwommenen Motiven mit besonderen Strukturen und Farben.

Neben dem Fotografieren beschäftigt sich die Ärztin seit über einem Jahrzehnt mit Keramik. Dabei will sie die schöpferischen Vorgänge und kreativen Prozesse mit ihren Skulpturen deutlich machen. In der Ausstellung sind zahlreiche Objekte zu sehen, die auch in einem spannenden Dialog zu den Fotoarbeiten stehen.

Kerstin Sperschneider zeigte sich überwältigt vom Besuch der Ausstellungseröffnung, die von der Band „RP Jazz“ mitgestaltet wurde. Besonderen Spaß hat sie beim Experimentieren mit verschiedenen Brandtechniken zur Bearbeitung von Keramik. Die mit ihr befreundete weitere Stellvertreterin des Landrats, Edith Memmel, meinte, dass Kerstin Sperschneider vieles aus einem anderen Blickwinkel sehe und lebendige Akzente in der Kunstszene setze.

Der langjährige Vorsitzende Karol J. Hurec, der die zahlreichen Gäste willkommen hieß, verwies auf die nächsten Veranstaltung: am kommenden Sonntag (18. September) ist um 11 Uhr eine literarische Matinee. Krystina Hurec-Diaczyszyn liest: „Eine Frage der Chemie“ von Bonnie Garmus.