Zurücklehnen und die herrliche Musik auf sich wirken lassen. Es war eine wunderbare – im wahrsten Sinne des Wortes – musikalische „ Reise “, die den begeisterten Besuchern am Sonntag in der Michaeliskirche in Ludwigsstadt geboten wurde, führte doch die große Jahrestour der Jagdhornbläser Anrode zum „Tag des offenen Denkmals“ durch das Thüringer Schiefergebirge. Das ehrwürdige Gotteshaus mit der hochreichenden – von vier Säulen in drei Abschnitte gegliederten – Kanzelwand markierte dabei am Sonntagabend das Ende einer sechsteiligen Konzertreihe – und das aus gutem Grund: Der bundesweite Denkmaltag 2022 stand ganz im Zeichen der denkmalpflegerischen Spurensuche.

Gerade auch im Landkreis Kronach mit seiner reichhaltigen Denkmallandschaft sind Denkmale lebendige Geschichtszeugen. Sie dienen vielfach als identitätsstiftende Mahn- und Friedenspunkte und verbinden Menschen über Grenzen und Gruppenzugehörigkeiten hinweg – insbesondere auch St. Michael in Ludwigstadt.

In eindrucksvoller, berührender Art und Weise brachten in dieser atmosphärischen Dichte die Jagdhornbläser aus dem ca. 200 Kilometer entfernten thüringischen Eichsfeld – unter Leitung von Peter Fruntke – eine Fülle großartiger Kompositionen zum Klingen.

Ein harmonisches Zusammenspiel

Ergänzt von Erklärungen und einprägsamen Texten konnte sich das Publikum von der Klarheit und Tiefgründigkeit der majestätischen Klänge gefangen nehmen lassen, die in der hervorragenden Akustik der Kirche vollends zur Geltung kamen. Harmonisch ergänzt wurde der musikalische Spaziergang durch die Gruppe „Incantata“ aus Rudolstadt mit der bekannten und beliebten Sängerin May-Britt Rabe. Mit ihrer geschmeidigen,, weichen Stimmfarbe hauchte die Sopranistin unterschiedlichen Kompositionen, querbeet durch viele Musikstile, ihren ganz eigenen Charme ein.

Für die Organisation hatte insbesondere Karl-Heinz Krass, Präsident der Interdisziplinären Eichsfeldfreunde und Regionalbeirat der Impulsregion (Erfurt-Weimar-Jena-Weimarer Land), verantwortlich gezeichnet. hs