Zum Duschen gibt es nun ein Dach über dem Kopf. Bürgermeister Stefan Heinlein zeigt sich überglücklich und außerordentlich stolz über die Leistungen einiger ehrenamtlicher Asse in seiner Marktgemeinde . Neuestes Beispiel ist das Quartett Georg Grebner, Gerhard (Leo) Grebner, Andreas Müller und Ernst Bayer, die unter Regie und auf Initiative des rührigen Platzwartes Roland Ringlstetter eine weitere Verbesserung und Verschönerung des Freizeitareals im Landleitenbachtal freiwillig und ehrenamtlich durchführten.

Platzwart Roland Ringlstetter ergriff die Gunst der Stunde, als im Herbst vergangenen Jahres der Abriss eines Gebäudes in Nähe des Naturerlebnisbades erfolgte. Der Abriss wurde über die Förderoffensive Nordostbayern über die Regierung von Oberfranken mit annähernd 90 Prozent gefördert. Durch den Abriss des Gebäudes ergaben sich neue Perspektiven, hinsichtlich des Ausbaus der Infrastruktur , rund um das 1,78 Hektar große Freizeit-Areal um das Naturerlebnisbad im Landleitenbachtal. Ringlstetter ist auch immer auf Neuerungen, Verbesserungen und Verschönerungen des Areals bedacht. Und als er die Dachbalken beim Gebäudeabriss entdeckte, blinkte bei dem Handwerker die Kreativbirne. Er schritt zum Bürgermeister Stefan Heinlein, der ihn in einigen Aktionen vorher immer wieder ermutigte, Wünsche bei ihn persönlich vorzubringen, so bat er diesmal um Erlaubnis, das Deckengebälk des Abrissgebäudes für eine Überdachung der Duschcontainer am Wohnmobilstellplatz benutzen zu dürfen.

Spontan sagte der Bürgermeister zu, wenngleich er sich fragte, was will er mit den verstaubten Holzbalken? Aber bisher habe Ringlstetter sehr viel aus altem Material herausgeholt, also habe er ihm auch hier wieder vertraut, und dann lange nichts mehr gehört, erzählte der Bürgermeister . Bis er heuer im Sommer an der Baustelle vorbeiging und staunte, was da die fünf Männer da werkelten und kreiert haben. Das kann sich wirklich sehen lassen, lobte er.

Es wurden die zwei erst im Sommer 2018 errichteten Duschcontainer, die beide nebeneinander freistehend waren, nun mit einer kompletten Bedachung versehen. Wenn es zu kleinen Wartezeiten kommt oder man sich so vor Regen schützen möchte, ist dies nun ein wunderbarer Schutz für die Nutzer vom Jugendzeltplatz, wie auch der Nutzer der Wohnmobilstellplätze, die sich unmittelbar daneben anschließen. Das Holzgebälk wurde mit dunklem Trapezblech verkleidet und abgedichtet.

„Durch das Dach haben wir einen Schutz geschaffen, welcher die Langlebigkeit der Anlage definitiv beeinflusst. Und die Gäste können sich bei Regen unterstellen. Wir schaffen auch noch eine schöne Sitzgelegenheit“, sagte das Gemeindeoberhaupt und erwähnte, dass der Markt Pressig lediglich 2600 Euro an Material aufwenden musste und der Herrentrupp in vielen ehrenamtlichen Stunden ein ansehnliches Gebäude entstehen ließ. Die Sanitärcontainer sind nicht wiederzuerkennen und die handwerklich geschickten Männer setzten noch eins drauf, indem sie einen gebrauchten ausrangierten Informationskasten vom Rathaus kurzerhand zu einer Informationstafel umfunktionierten und an einem Container befestigten. eh