Mit so einer großen Resonanz hatte keiner der Organisatoren gerechnet, als die Bürgergemeinschaf(f)t Pressig (BGP) erstmals eine Bürgerinformation in Form eines digitalen Dämmerschoppens durchführte.

Im kleinen Ortsteil von Pressig sind die Bürger nicht nur politisch interessiert, sondern fürchten sich auch nicht vor der Technik. Da zu einem Dämmerschoppen auch ein Bier gehört, war es den Organisatoren klar, dass jeder Teilnehmer auch in diesen Genuss kommen sollte, und es wurde jedem kontaktlos ein Bier kurz vor Beginn des Dämmerschoppens vor die Haustür gestellt. Einladungen zum digitalen Stammtisch gingen online und per Handzettel raus. Das Resultat der Rückmeldungen war überwältigend. 75 Prozent der Haushalte wollten es versuchen, in dieser digitalen Runde dabei zu sein.

Nachdem die Technik gebändigt war, wurde die Agenda in Angriff genommen. Informationen zur allgemeinen Politik aus dem Gemeinderat waren für die Bürger geplant. Hier informierte Marktgemeinderat (MGR) Heiko Kopp über das Wirken der BGP und die aktuellen Themen im Marktgemeinderat . Über die Thematik des Schutzwaldes berichtete MGR Thomas Günther . Leider konnte Günther hier keine positiven Nachrichten übermitteln. Sein über ein Jahr dauernder Einsatz mit Kontakten und Diskussionen mit vielen Stellen, bis hin zur Bayerischen Landwirtschaftsministerien Michaela Kaniber , brachten bis jetzt keinen Erfolg . Lobesworte fand er trotzdem für die gute Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Pressig und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach, insbesondere mit Michael Schmidt und Andreas Sommerer.

Mehr Erfolg hatte man mit der Revitalisierung des im Eilaer Waldgebiet schon existierenden Schulwaldes. Durch die Anregung der BGP konnte erreicht werden, dass unter Einbringung eines Nutzungskonzeptes in diesem Jahr der Schulwald revitalisiert werden kann und vor der Auflösung gerettet wurde. Mehrere Diskussionsbeiträge gab es zum anstehenden größten Projekt für Eila , nämlich den Straßenbau in der Ortsdurchfahrt und den Ausbau der Kreisstraße KC 3 von Pressig nach Eila mit einem Gehweg, der bisher noch nicht existiert. Die Moderation zu diesem Thema lag bei Thomas Günther und Marktgemeinderätin Andrea Andera, die sich seit Jahren für die Schaffung eines Gehweges entlang dieser viel befahrenen Straße einsetzte. Die rege Diskussion mit den Bürgern zeigte, dass dieses Thema den Eilaern unter den Nägeln brennt. Dankbar äußerte man sich gegenüber dem Landkreis, dass es wohl bald mit der Baumaßnahme losgehen kann. Auch auf die Hochwasserereignisse im Jahr 2016 kam man zu sprechen. Eila wurde hier an zwei Tagen hintereinander von Fluten heimgesucht, wie man sie bis dahin nicht kannte. Für solche Ereignisse gibt es externe Hilfe in Form der Organisation "Bodenständig" mit staatlicher Unterstützung .

Zum Schluss gab es nur positive Statements aller Teilnehmer, die von dieser Veranstaltung begeistert waren. Man war sich darüber im Klaren, dass dies nicht die letzte und einzige Veranstaltung dieser Art bleiben wird. eh