Ausgehend von der Sanierungsbedürftigkeit der Ottendorfer Straße – bislang eine der schlechtesten Straßen im Gemeindegebiet Ludwigsstadts – wurde für den Ortsteil eine einfache Dorferneuerung eingeleitet. Das Büro Lauer & Lebok aus Lichtenfels plante diese mit einer Projektgruppe. Ursprünglich war als Umgriff für die Dorferneuerung der Bereich zwischen Feuerwehrgerätehaus und Einmündung Schulstraße sowie der Anschluss an die Berggasse/Tröge vorgesehen. Während der Detailplanungen wurde jedoch der Betrachtungsbereich auf die Einmündung in die Lehestener Straße erweitert.

„Das ist ein großes Projekt geworden“, freute sich Bürgermeister Timo Ehrhardt bei einem Vor-Ort-Termin in Ottendorf . Das Ortsbild wird von der alten Dorflinde am Anger geprägt. Um die Dorflinde sollen ein Pavillon und Sitzgelegenheiten entstehen, um dort kleinere Feste abhalten zu können. „Eine große Herausforderung stellt das deutlich hängige Gelände im Ort dar“, verdeutlichte er.

Probleme bereitet insbesondere die Fläche mit der Stützmauer zwischen Feuerwehrhaus und Lehestener Straße, die bei der statischen Untersuchung als nicht standsicher eingestuft worden war. Als Folge wurden für diesen Erweiterungsbereich die Fördermöglichkeiten mit dem Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken besprochen. Mit dem Ergebnis, dass beides – Mauer-Neubau und Straßenerneuerung – als förderfähig eingestuft wurden.

Fördersatz bei 90 Prozent

Als erster Bauabschnitt erfolgt derzeit die Entwicklung der Stützmauer durch die Firma STW Straßen-Tief- und Wasserbau GmbH Eliasbrunn. Die Nachverdichtung und der Straßenbau schließen sich an. Die Verkehrswegebauarbeiten und gestalterische Aufwertung werden erst 2022 angegangen. „Die Arbeiten waren noch für dieses Jahr geplant; können aber heuer definitiv nicht mehr realisiert werden“, erklärte Ehrhardt.

Aktuell laufen die letzten Planungen und Abstimmungen mit der Projektgruppe, um die Ausschreibungen auf den Weg zu bringen. Der Fördersatz beträgt 90 Prozent auf die förderfähigen Kosten. Die Gesamtkosten betragen – laut Entwurfsplanung – ca. 1,6 Millionen Euro; bei einem Eigenanteil der Stadt von rund 200 000 Euro.

„Die einfache Dorferneuerung ist eine einmalige Chance, etwas aus dem alten Ortskern zu machen“, betonte der Bürgermeister , der sich der Projektgruppe gegenüber dankbar zeigt. Die intensive Einbindung der Bevölkerung war ihm dabei ein großes Anliegen, ist doch auch die Mitwirkung der Bürger Ziel einer Dorferneuerung .

Die Maßnahmen werden als einfache Dorferneuerung vom Amt für ländliche Entwicklung begleitet und durch den Freistaat gefördert. Einfache Dorferneuerung bedeute, so Ehrhardt, dass sich die Maßnahmen auf einen Hauptpunkt fokussieren. Im Gegensatz zu einer umfassenden Dorferneuerung werden dabei insbesondere zentrale Bereiche von Dörfern gestalterisch aufgewertet, um damit die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern.