Deutliche Erfolge hat das Energiecoaching der Marktgemeinde Küps gebracht. Seit die Regierung von Oberfranken im September 2017 den Startschuss für dieses Projekt gegeben hat, ist in den beteiligten Kommunen wie Küps viel passiert. Die Palette reicht dabei von der Sanierung von Heizungen über die Verbesserung von Steuerungen, die Betrachtung der Kläranlagen sowie die Umrüstung der Beleuchtung auf LED.

Auch die Kommunen leisteten auf dem Gebiet des Klimaschutzes einen wichtigen Beitrag mit Investitionen in energetische Sanierungen , betont Bürgermeister Bernd Rebhan in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Die Förderung durch die Regierung von Oberfranken sei dabei eine wichtige Hilfe gewesen.

34 Prozent weniger Strom

Allein auf dem Gebiet der Straßenbeleuchtung habe die Marktgemeinde zuletzt mehr als 140 000 Kilowattstunden an Energie eingespart. In den letzten drei Jahren konnte der Stromverbrauch nur auf diesem Gebiet um 34 Prozent und damit mehr als ein Drittel gesenkt werden. Die Investitionen in die Umstellung der Beleuchtungskörper seien damit langfristig für die Umwelt positiv, aber auch ein großer Vorteil für die Marktgemeinde . Weitere Umrüstungen seien bereits beauftragt, was zu zusätzlichen Energieeinsparungen führe.

Mit dem Beschluss des Marktgemeinderates, die Schuldächer mit Photovoltaik zu bestücken, werde ein weiterer wichtiger Schritt eingeleitet. Das Programm der Regierung von Oberfranken solle auch unterstützend tätig werden. Die Energieagentur Nordbayern wurde in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren als Energiecoach ermittelt und werde gemeinsam mit der Marktgemeinde die Ausschreibung einleiten. In Kürze erfolge dazu die Erneuerung der Versorgungsleitungen auf dem Schulgelände, die zudem wichtige Voraussetzung für den Neubau der Grundschule und der Turnhalle sei.

Bereits erledigt wurde die Änderung des Flächennutzungsplanes durch den Abwasserverband Kronach-Süd, der auf dem Grundstück der Kläranlage ebenfalls eine Photovoltaik-Anlage errichtet habe. Die Kläranlage gehöre, angesichts der Vielzahl von Pumpen und Belüftungsgeräten, zu den größeren Stromverbrauchern.

Rund 350 Kilowattpeak Leistung erbringe die neue Photovoltaikanlage, die in erster Linie der Eigenversorgung diene. Als überaus gewinnbringend habe sich mittlerweile die neue Mikrogasturbine herausgestellt, die das vorhandene Klärgas rückstandsfrei verbrenne und dabei Strom und Abwärme erzeuge. Der Strom wird daher vorwiegend ins Netz eingespeist, während die Wärmeenergie für die Heizung des Faulturmes notwendig sei. red