Als „sehr gut gelungen“ bezeichnete Bürgermeister Frank Jakob (FW) die ausgebaute Gemeindeverbindungsstraße und den neuen Radweg zwischen Teuschnitz und Wickendorf . Die offizielle Verkehrsfreigabe fand coronabedingt nur im kleinen Rahmen statt. Jakob ließ noch einmal die beiden Projekte Revue passieren, für die schon vor drei Jahren der Grundstein gelegt worden sei.

Bereits in der Stadtratssitzung am 22. Januar 2018 habe das Planungsbüro die Eckdaten vorgestellt. Für den sechs Meter breiten Ausbau auf einer Länge von 829 Metern seien 790 000 Euro veranschlagt gewesen. Der Radweg , so der Bürgermeister , sei nicht förderfähig gewesen, da die erforderliche Verkehrsbelastung der Straße nicht vorgelegen habe. Der Stadtrat habe dem Projekt damals einmütig zugestimmt.

Die Entwurfsplanung habe das Büro HTS aus Kronach übernommen, fuhr Jakob fort. Aufgrund der Haushaltssituation habe man das Projekt dann von 2019 ins Jahr 2020 verschieben müssen – mit positiven Folgen: „2020 wurde seitens des Bundes ein Programm zur Klimaschutzinitiative aufgelegt. Über dieses war unter anderem auch die Förderung neuer Radwege möglich.“ Im Zuwendungsbescheid seien schließlich 36 230 Euro angekündigt worden.

80 Prozent Förderung

Ein Förderantrag wurde laut Gemeindeoberhaupt auch für den Straßenbau gestellt. Zugesagt wurden 680 000 Euro und somit 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Den Zuschlag habe die Firma Strabag erhalten, die schon die Gemeindeverbindungsstraße von Wickendorf zur KC 17 gebaut hatte. Am 16. März habe die erste Baustellen-Besprechung stattgefunden, dann sei es losgegangen.

„Die Maßnahme ist bis auf die endgültige Beschilderung sowie die Neuanpflanzungen abgeschlossen“, erklärte Jakob. Sein Dank galt der bauausführenden Firma mit Polier Mario Triebel und Bauleiter Stefan Köhler an der Spitze für das gute Miteinander sowie den angrenzenden Grundeigentümern für ihr Entgegenkommen.

„Der Radweg muss leider die Straße kreuzen, da sich das letzte Stück vor Wickendorf auf der rechten Seite im FFH-Gebiet befindet. Der Naturschutz hat dort höchste Priorität“, betonte der Bürgermeister . Auf der Straße wird es wegen der Überquerungen Geschwindigkeitsbeschränkungen geben müssen.

„Ich bin überzeugt, dass wir nun wieder eine Lücke im Puzzle unserer schlechten Straßen geschlossen haben“, so das Stadtoberhaupt.

Mit sorgsam ausgewählten Worten aus der Bibel erbat Dekan Detlef Pötzl für alle Nutzer der Straße den Segen und den Schutz Gottes . Nachdem der Bürgermeister das symbolische Absperrband durchschnitten hatte, hieß es dann auch offiziell: Freie Fahrt nach Wickendorf !