Herrliche Fahrrad-Touren durchs Kremnitztal inmitten idyllischer Natur – seit seiner Fertigstellung Ende November 2020 wird der Geh- und Radweg an der KC 3 zwischen der Einmündung St 2200 und Gifting von unzähligen Fahrradfahrern sowie Wanderern bzw. Spaziergängern genutzt. Die Freude über das gute Gelingen der Gemeinschaftsmaßnahme des Landkreises Kronach und der Gemeinde Wilhelmsthal stand auch den Verantwortlichen bei der offiziellen Verkehrsfreigabe ins Gesicht geschrieben. V

„Ein schöner Anlass führt uns heute zusammen“, meinte ein zufriedener Landrat Klaus Löffler . Nach langen, mitunter schwierigen Verhandlungen hatte er Anfang 2019 zu einem Abstimmungsgespräch eingeladen und damit die Realisierung des rund 1,9 Millionen Euro teuren Projektes maßgeblich vorangetrieben. Gemeinsam diskutierte man, wie man diesen Gordischen Knoten durchschlagen und einen Lückenschluss vom Rennsteig bis zum Main realisieren könne. Das Ergebnis sei ein Weg, der von den Planern attraktiv in seine Umgebung eingebettet wurde - aber allen voran Fußgängern und Fahrradfahrern und großes Maß an Sicherheit bietet. „Nicht zuletzt haben wir mit dem neuen Weg eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen. Darauf können wir stolz sein“, verdeutlichte er. Dementsprechend dankbar ist er insbesondere den Grundstückseigentümern, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Wasserwirtschaftsamt , der Unteren Naturschutzbehörde als Träger der öffentlichen Belange, der Regierung von Oberfranken sowie dem Freistaat Bayern, dieses wichtige Projekt mitgetragen und unterstützt zu haben.

Auch die Bürgermeisterin sprach von einem besonderen Projekt, um dessen Verwirklichung man lange gekämpft habe. „Ich hatte es schon fast aufgegeben“, räumte sie ein. Entstanden sei in einer Bauzeit von rund fünf Monaten einer der schönsten Radwege im Landkreis. Ermöglicht wurde dies gerade auch durch die Familie Götz, durch deren Zur-Verfügung-Stellung von Grund und Boden der Weg nicht so an der Straße verlaufen müsse. Maßgeblich zu verdanken sei die Realisation dem Landrat , ohne dessen großen Einsatz der Weg wohl nicht zustande gekommen wäre. „Der Landrat hat sich da voll reingekniet“, würdigte sie.

Der Weg erstreckt sich über eine Länge von rund drei Kilometern, einschließlich barrierefreier Querungshilfe in der St 2200, und hat im überwiegenden Teil eine Breite von 2,5 Metern. Bestandteil des Weges sind zudem zwei Brücken über die Kremnitz mit Spannweiten von 14 beziehungsweise 18 Metern. Höhepunkt des Weges ist aber sicherlich ein 78 Meter langer Steg entlang und teilweise auch über die Kremnitz im Bereich der Felsmühle. Die Arbeiten und Planungen wurden überwiegend von Firmen und Ingenieurbüros aus der Region übernommen.

Bezuschusst wird das Projekt mit 1,18 Millionen Euro und somit 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die nicht zuwendungsfähigen Mehrkosten von 25 000 Euro für die verbleibende Breite von 0,5 m am Wirtschaftsweg (380 m) trägt die Gemeinde. „Durch die hohe Unterstützung ist es uns als Landkreis möglich, den Ausbau der Infrastruktur weiter voranzutreiben“, zeigte sich der Landrat zufrieden mit der Bezuschussung und dankte vor allem MdL Jürgen Baumgärtner als auch Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz für die geleistete Unterstützung.

„Der Bau des Geh- und Radwegs war für eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse dringend notwendig“, verdeutlichte der Sachgebietsleiter Straßenbau Uwe Zeuschel von der Regierung von Oberfranken; liege doch die Verkehrsbelastung der KC 3 mit 2 100 Fahrzeugen pro Tag mehr als ein Drittel über der durchschnittlichen Kreisstraßen-Belastung.