Karl-Heinz Hofmann

Windheim  —  Große Freude beim TSV Windheim . Dem Turn- und Sportverein wurde der Bürgerenergiepreis 2021 von der Regierung von Oberfranken und dem Bayernwerk für sein großes Engagement für Energieeffizienz und Klimaschutz , verliehen. Regierungsvizepräsident Thomas Engel überreichte zusammen mit Markus Leczycki (Leiter des Kommunalmanagements des Bayernwerks ) im Sportheim des TSV Windheim den Preis, der mit 3000 Euro dotiert ist, und eine Urkunde an die Vereinsvorsitzende Heidi Vetterdietz.

Der Bürgerenergiepreis wird engagierten Mitbürgern verliehen, die sich für Energiewende, Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen und mit ihren Projekten als Vorbilder gelten – so wie der TSV Windheim mit seinem Projekt „Hallenneubau mit Sanierung Sportheim und Installation einer Photovoltaikanlage“. Markus Leczycki ging näher auf die Begründung der Jury ein. In dem 900 Einwohner zählenden Frankenwaldort haben die Mitglieder des Sportvereins mit viel ehrenamtlicher Leistung im Jahr 2012 eine vereinseigene Sporthalle errichtet. Der TSV Windheim ist der aktivste Tischtennisverein im Landkreis Kronach. Schon beim Bau der Sporthalle wurde auf Energieeffizienz geachtet und ein Vollwärmeschutz und eine Pellet- und Hackschnitzelheizung eingebaut. Seit 2019 wird das Sportheim saniert und die Sporthalle energetisch optimiert. Für die Sporthalle wurde eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher installiert und die Lichtbänder auf LED umgestellt. Aktuell laufen die Sanierungsarbeiten im Sportheim. Es werden Fenster ausgetauscht, das Dach gedämmt , die Beleuchtung auf LED umgerüstet und der Einbau von Bewegungsmeldern wird helfen, Energie zu sparen. Es geht weiter mit dem Einbau einer neuen Außentüre, Neuanschaffung elektrischer Geräte, Wasserhähnen mit Wasserstopp – alles dient der Energieeinsparung . Für die Pflege des Sportplatzes wird Regenwasser aufgefangen und für die Bewässerung genutzt.

Auch wenn coronabedingt noch nicht alle Ideen und Vorhaben abgeschlossen sind, wird das Engagement des TSV Windheim als „Leuchtturmprojekt“ gesehen und verdient große Anerkennung, heißt es in der Begründung für die Verleihung des Bürgerenergiepreises.

Mitglieder waren fleißig

In einer hervorragend ausgearbeiteten Bildpräsentation verdeutlichte Vorstandsmitglied Andreas Trebes die ehrenamtlichen Leistungen des 500 Mitglieder zählenden Sportvereins. In nur einem Jahr Bauzeit hat man über 4500 freiwillige Arbeitsstunden für Vollwärmeschutz/Austausch Ölheizung gegen Pelletheizung eingebracht. Für die energetische Sanierung des Sportheims wurden seit 2020 bisher weitere 2000 ehrenamtliche Stunden erbracht.

Bürgermeister Thomas Löffler betonte, die Gemeinde Steinbach am Wald sei stolz auf den TSV Windheim und dessen Leuchtturmprojekt. Die Vorstände unter Leitung von Heidi Vetterdietz führten die Ehrengäste durch das Areal des TSV Windheim und zeigten die Maßnahmen.