Norbert Neugebauer

Ein auf vielen Gebieten tätiger und vielschichtiger Künstler gastiert aktuell im Nordhalbener „Maxhaus“. Der seit seiner Studienzeit in Halle tätige Moosburger Thomas Plank arbeitet an Objektcollagen. „Mit meiner Kunst zeige ich den Werdegang von Dingen, die dadurch mehr oder weniger sichtbar werden und damit der Phantasie Raum geben“, so der 39-Jährige. Genauso komplex und gleichzeitig verwirrend auf den ersten Blick sind viele seiner Arbeiten, voller Details, komplizierten Strukturen, versteckten Zitaten, angelegt auf mehreren Ebenen und unterschiedlichen Materialien, mit holografischen Effekten – eine Herausforderung für den Betrachter. Beeinflusst von Sience Fiction, teils ideologisch ausgerichtet, bevölkert mit Comic-Strip-Figuren – in den grafischen Werken gibt es viel zu entdecken.

Daneben stehen jedoch viele andere Projekte, an denen der Künstler parallel arbeitet, in unterschiedlichen Techniken, auch als Fotocollagen mit Verfremdungen. Im Schaufenster hängt eine spindelförmige Schrottskulptur, die oft spontan als „ Sputnik “, als den Prototypen der ersten Satelliten , identifiziert wird. Das Objekt aus einem Kleiderständer, zwei Pylonen und vielen alltäglichen Fundsachen trägt den Titel „Taschenlampe“; eine gewollte Irreführung, um über das Wundern ins Gespräch zu kommen.

Plank spielt nicht nur mit Worten, Begriffen und Sätzen, die er als Essenz seiner Gedankengänge sieht, er ist auch literarisch tätig. Gedichte , Stories, Comic Strips, die er mit einem befreundeten Soundtechniker vertont. An einer Bildgeschichte arbeitet er schon einige Jahre und sie nimmt auch viel Zeit in Anspruch. Eine eigene Welt, die von skurrilen Figuren bewohnt wird, die derzeit aber noch in seiner Zeichenmappe auf ihre Erweckung warten.