Bürgermeister Michael Pöhnlein berichtete in der Bürgerversammlung laut Pressemitteilung von den Anstrengungen der Gemeinde, das Polytec-Areal wiederzubeleben. Den Verlust der letzten 200 Industriearbeitsplätze bezeichnete er als einen „Genickschlag“, von dem sich Nordhalben nie erholt habe. Mit dem Abschluss eines Optionsvertrages habe die Gemeinde die Vermarktung selbst übernommen. Mit zwei Firmen habe man kurz vor dem Ziel gestanden, dann seien die Absagen gekommen.

Die einzige Chance, um wieder eigene Einnahmen zu erwirtschaften, sieht Pöhnlein in der Einführung eines finanziellen Ausgleichs zwischen wasserliefernden und wassernehmenden Kommunen. Zusammen mit 15 Kommunen habe man eine Interessengemeinschaft gegründet und einen Antrag dazu beim bayerischen Umweltministerium gestellt: Die Leistungen der Trinkwasserschutzgebiete, von denen andere Kommunen profitieren, müssen honoriert werden.

Auch die Klimakrise und ihre Auswirkungen beschäftigt die Gemeinde. Sie werde am Projekt „Spore“ teilnehmen. Hier gehe es um die Umsetzung des „Schwammstadtprinzips“: das Speichern und Nutzen von Regenwasser, um die Folgen von Dürreperioden und Starkregenereignissen abmildern zu können.

Pöhnlein berichtete über die enegetischen Sanierungsmaßnahmen an der Nordwaldhalle und im Kindergarten, welche nicht einfach seien. Ziel ist im Januar 2023 die Rückkehr des Kindergartens ins generalsanierte Gebäude. red