Zehn neue sogenannte goldene Meister zählt die Kreishandwerkerschaft Kronach jetzt in ihren Reihen. Sie wurden im Schützenhaus im Rahmen einer Feierstunde ausgezeichnet. Oberfrankens Kammerpräsident Matthias Graßmann nannte die Auszeichnung ein sichtbares Zeugnis einer großen Leistung und eines entsprechenden Arbeitseinsatzes. Jeder der Geehrten ist mindestens 30 Jahre lang selbstständig als Handwerksmeister tätig. Sie stünden für die hohe Qualität ihrer Arbeit, für die Ausbildung des handwerklichen Nachwuchses und seien verlässliche Ansprechpartner für ihre Kunden , so Großmann. Die Zahlen zeigten deutlich, dass der Meistertitel das Kernstück der dualen Ausbildung sei, um das viele Länder Deutschland beneideten. „Als selbstständige Unternehmer sind Sie mit Ihren kleinen und mittleren Betrieben das Rückgrat der deutschen Wirtschaft!“

Die Altmeister- Ehrung ist für Kreishandwerksmeister Heinrich Schneider immer ein besonders freudiger Anlass. Die geehrten Meister haben seinen Worten zufolge alle eines gemeinsam: Sie gehören zu den Besten ihres Faches. Gerade die goldenen Meister haben Jahrzehnte hart gearbeitet und alle Höhen und Tiefen eines Handwerksmeisters durchlebt, so Schneider. „Durch Ihre Leistungen konnte unser Land sich weiter entwickeln.“

Auf die aktuelle Corona-Pandemie eingehend sagte Schneider, sie habe bewiesen, wie systemrelevant etliche Handwerksberufe sind. Ob Bäcker, Fleischer, Klempner, Maurer, Schreiner, Metallbauer, Dachdecker oder Maler, sie seien alle gefragt wie selten zuvor. Jetzt kämpfe man aber auch mit Lieferengpässen, mit unkalkulierbaren Materialpreiserhöhungen und einem Bürokratieanstieg, der seinesgleichen sucht. Besonders hob der Kreishandwerksmeister die Schwierigkeiten im Friseurhandwerk hervor. Trotz eines äußerst streng eingehaltenen Hygienekonzeptes mussten die Salons zeitweise ganz schließen.