Teuschnitz  —  "In Corona-Zeiten sind die Feier der Gottesdienste und die Seelsorge vor einige Herausforderungen gestellt", sagt der Dekan und leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Frankenwald, Detlef Pötzl. Ein Novum wird deshalb das "Osterfrühstück to go" der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Teuschnitz darstellen.

Inmitten der letzten Vorbereitungen auf die Feiertage, nimmt sich Detlef Pötzl Zeit zu einem Gespräch. "Der Glaube lebt von lebendigem Austausch, Seelsorge ist ohne Begegnungen fast gar nicht möglich, Gottesdienste sind immer auf Gemeinschaft ausgelegt", betont Pötzl. Die Bemühungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wolle man natürlich mittragen, unterstützen und fördern. Abstand halten, Kontaktvermeidung oder das Gesangsverbot seien Belastungen für das kirchliche Leben. Der Dekan: "Dennoch wissen wir, dass es ein Privileg der Kirchen ist, dass wir Gottesdienste mit Infektionsschutz- und Hygienekonzept in Präsenz feiern dürfen."

Es gebe auch viele Gläubige, die aufgrund von Krankheiten, aufgrund des Alters oder aus Vorsichtsmaßnahmen Versammlungen meiden oder die in Quarantäne leben, mit denen man aber im Kontakt bleiben wolle. Für die Kar- und Ostertage hat sich der Seelsorgebereich Frankenwald deshalb verschiedene Wege gesucht, um die frohe Botschaft zu verkünden, den Glauben erfahrbar zu machen und den Gläubigen in unseren Gemeinden eine Freude zu bereiten. Dazu gehören Impulse für Hausgottesdienste für Kinder und Familien. Diese wurden von Gemeindereferent Andreas Roderer und den Pastoralreferenten Josef Grünbeck und Harald Ulbrich erarbeitet. Sie haben bereits vor einigen Tagen im Seelsorgebereich über die Kindergärten und Grundschulen etwa eintausend Handreichungen mit Ideen und Vorschlägen für Hausgottesdienste, die in den Kar- und Ostertagen gefeiert werden können, verteilt. Die Handreichungen wurden vom Fachbereich Gemeindekatechese zur Verfügung gestellt und stehen auch online auf der Homepage www.seelsorgebereich-frankenwald.de zur Verfügung.

Alternativen zum Ratschen

Eine schöne Tradition ist, dass die Ministranten am Karfreitag und Karsamstag mit Ratschen und Klöppern durch die Straßen ziehen und zu den Gottesdiensten und zum Angelus-Gebet einladen. In der bekannten Form kann das Ratschen und Klöppern nicht stattfinden. In vielen Gemeinden gibt es aber alternative Ideen. Mancherorts zieht man nur zu zweit mit Abstand und Mundschutz durch die Straßen, andernorts übernehmen Familien - Eltern mit ihren Kindern, also ein Hausstand - die Aufgabe. In manchen Gemeinden stellen sich die Ministranten auch an die Haustüren ihrer Häuser und ratschen, so gut es geht.

Die Online-Übertragung der Gottesdienste ist ein Angebot für all diejenigen, die zu Hause den Gottesdienst mitfeiern wollen. Im Seelsorgebereich werden in der Karwoche und am Osterfest die Gottesdienste der Pfarreien Wallenfels und Teuschnitz übertragen. Es sind folgende Live-Streams vorgesehen:

Wallenfels: www.facebook.com Gründonnerstag: 19.30 Uhr Messe vom letzten Abendmahl; Karfreitag : 9.30 Uhr Kreuzwegandacht, 15 Uhr Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu ; Ostersonntag: 6 Uhr Feier der Auferstehung; Ostermontag: 10.15 Uhr Hl. Messe.

Teuschnitz : www.youtube.com Gründonnerstag: 19 Uhr Messe vom letzten Abendmahl; Karfreitag : 10 Uhr Kreuzwegandacht, 15 Uhr Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu ; Ostersonntag: 5.30 Uhr Feier der Auferstehung; Ostermontag: 17 Uhr Heilige Messe (mit der Stadtkapelle Teuschnitz ).

Absolute Novität ist das "Osterfrühstück to go", das sich der Pfarrgemeinderat Teuschnitz als besondere Aktion für den Ostermorgen überlegt hat. Bisher war immer das Osterfrühstück im Pfarrheim ein besonderes Highlight. Diesmal bekommen alle Gottesdienstbesucher ein Osterfrühstück to go, sprich eine Papiertüte mit der Aufschrift "Gesegnet" und einem besonderen Inhalt: Osterbrot, Ostereier, Salz und Osterkerze. Auch die Senioren sollen ein Osterfrühstück to go erhalten.