Für 529 Erstklässler im Landkreis beginnt am Dienstag der „Ernst des Lebens“. Für die dann insgesamt 3128 Schüler sind dann die Sommerferien wieder vorbei. Bei einer Pressekonferenz am Freitag informierte Gisela Rohde, fachliche Leiterin des staatlichen Schulamts Kronach , über die Entwicklung der Schülerzahlen, die Personalversorgung und viele „besondere“ Angebote an den jeweiligen Schulen.

„Ich freue mich, dass wir das neue Schuljahr geordnet beginnen können. Wir sind sehr gut aufgestellt“, freute sich die Schulamtsdirektorin , dass alle Funktionen nahtlos nachbesetzt werden. Jede Schule wurde mit Lehrern gut versorgt. Das Schuljahr beginnt im Präsenz-Unterricht mit allen üblichen schulischen Angeboten. Auch im Laufe des Schuljahres ist es das Ziel, Präsenzunterricht zu erteilen.

In den Grundschulen werden 2019 Schüler in 101 Klassen, davon sechs gebundenen Ganztagesklassen, unterrichtet. Dies ergibt eine Klassenstärke von durchschnittlich 20 Schülern . Fast identisch (19,8 Schüler ) ist die durchschnittliche Klassenstärke in den Mittelschulen , die von 1109 Schülern in 56 Klassen besucht werden. „Die Klassenstärke variiert. Wir haben größere, aber auch viele kleine Klassen“, stellte Rohde heraus.

246 Schüler besuchen zwölf Mittlere-Reife-Klassen. In den Mittelschulen gibt es 14 gebundene Ganztagesklassen. Die Gesamtanzahl beträgt 3128 Schüler in 157 Klassen. Circa 270 Schüler der Grund- und Mittelschulen haben einen Migrationshintergrund. Die Schülerzahlen gingen im Vergleich zum Schuljahr 2020/21 nach oben – in der Mittelschule um 17, in der Grundschule um 5. Die hohe Anzahl an Schulanfängern – 79 mehr als im Vorjahr – begründet sich damit, dass, so die Schulamtsdirektorin , die Eltern im Vorjahr etwas „zögerlich“ hinsichtlich der Einschulung ihrer Kinder gewesen seien.

Personalversorgung positiv

„Wir haben im Landkreis Kronach keinen Lehrermangel. Die Personalversorgung für die Pflichtfächer ist gewährleistet“, verdeutlichte sie. Es kristallisiere sich auch für die Zukunft heraus, dass man im Schulamtsbezirk über mehr Grundschul- als Mittelschullehrer verfügt. Daher werden Grundschullehrer auch drei Klassenführungen in Mittelschulen übernehmen. Sehr gut sieht es auch mit der Versorgung durch Sonderzuweisungen aus. Hierzu zählen unter anderem spezielle Maßnahmen der Deutschförderung vor allem für Migranten. Der bislang als Modellversuch praktizierte islamische Religionsunterricht an den Grundschulen in Küps, Windheim und Tettau ist ab diesem Schuljahr im Lehrplan fest verankert. Das sehr gut an den Grund- und Mittelschulen angenommene Förderprogramm „Brücken bauen“ wird fortgeführt.

Wie gehabt gibt es zwei Mittelschulverbünde. Für den Mittelschulverbund Kronach und Küps bleibt der Verbundkoordinator Rektor Roland Härtel, für den Mittelschulverbund Pressig und Windheim Rektor Johannes-Peter Müller. Beispiele für Fachangebote sind Mittlere-Reife-Klassen, gebundene Ganztagesklassen, vielfältige Berufsorientierungsmaßnahmen und Arbeitsgemeinschaften sowie der Einsatz von Jugendsozialarbeitern wie auch der Schulsozialarbeiterin Tina Müller an der MS Windheim. Erfreulicherweise wird es ab diesem Schuljahr eine Jugendsozialarbeiterin an der Lucas-Cranach-Schule geben; ebenfalls geplant ist die Jugendsozialarbeit an der GS Stockheim.

Der erfolgreiche Versuch einer bilingualen Grundschule an der Lucas-Cranach-Grundschule wird fortgeführt – ebenso wie die gute Kooperation der GS Steinwiesen mit der Pestalozzi- Förderschule Kronach , wobei drei Diagnose- und Förderklassen der Pestalozzi-Schule ins Schulgebäude nach Steinwiesen ausgelagert sind. Modellschulen für „inklusive Beschulung“ sind die Grundschulen Mitwitz, Teuschnitz und Kronach . Flexible Grundschulen sind Küps, Nordhalben, Wilhelmsthal, Teuschnitz, Tettau, Johannisthal-Schmölz und Wallenfels. Jahrgangskombiklassen bestehen in der ersten und zweiten in der GS Mitwitz sowie in der dritten und vierten Jahrgangsstufe in den flexiblen Grundschulen in Nordhalben, Tettau und Wallenfels.

Auch in diesem Schuljahr gibt es viele weitere Schulangebote bzw. Projekte wie Umweltschule in Europa, offene Ganztagesklassen, Klasse 2000, Initiative #lesen.bayern im Mittelschulbereich, Lesehund-Projekt, Schule ohne Rassismus/mit Courage, Erasmus, Schulbienen sowie Modus-Schulen.

Ein Seminar für das Lehramt an Grundschulen befindet sich an der GS Marktrodach mit der Seminarrektorin Waltraud Hohlweg. Die Inklusionsberatungsstelle für den Schulamtsbereich Kronach ist an der GMS Küps mit der Schulpsychologin Doroté Heil, Beratungslehrerin Anne Neubauer sowie jeweils einer Lehrkraft der beiden Förderschulen (Petra-Döring- und Pestalozzi-Schule). Leiterin der Förder- und Beratungsstelle für Kinder mit Rechenschwäche an der GMS Küps ist Monika Graß. Gut etabliert hat sich das seit einem Jahr bestehende Medienzentrum im Schulzentrum unter Leitung von Veit Schott.

Alle Schulen sind gesichert

Für die Grundschulen besteht Existenzsicherheit, solange alle Jahrgangsstufen dort unterrichtet werden, nötigenfalls in jahrgangskombinierten Klassen. „Kein Schulstandort ist in Gefahr“, betonte die Schulamtsdirektorin . hs