Das Flurkreuz zwischen Reitsch und Glosberg ist wieder restauriert und vollständig hergestellt. Ein unbekannter Täter hatte im Herbst das Herzstück des "Fünf-Wunden-Kreuzes" gewaltsam entfernt und gestohlen. Nun wurde ein neues Herz Jesu mit Goldrahmen in der Mitte des Kreuzes angebracht und gesegnet. Die Initiative dazu kam, wie schon bei der großen Restaurierung im Jahr 2013, von Robert Baehr.

Altbürgermeister Wolfgang Beiergrößlein und Robert Baehr blickten auf den damaligen Einsatz einiger engagierter Bürger von Glosberg zurück. Mit Eigeninitiative, Idealismus und Tatendrang könne man sehr viel für das Gemeinwohl bewirken. Ein Beispiel dafür sei die damalige Restaurierung und Wiederaufstellung des "Fünf-Wunden-Kreuzes" zwischen Glosberg und Reitsch. Ursprünglich stammt das Kreuz wohl aus dem Jahr 1859. Es stellt symbolisch die fünf Wunden Jesu Christi an Händen, Füßen und Herz dar. Bei der Segnung dieses markanten sakralen Schmuckstücks und Zeichens der Frömmigkeit erinnerte Pater Helmut Haagen daran, dass dieses Kreuz wegen eines Diebstahlfrevels restauriert werden musste. Der Täter hatte das Herz mit goldenen Strahlen von der Mitte des Kruzifixes gestohlen. "Wollen wir dem Ganzen etwas Positives entnehmen, so denken wir, der Vandale war ein Verehrer des Herzens Jesu und hält dieses möglicherweise in Ehren." Bürgermeisterin Angela Hofmann bezeichnete Kapellen und Kreuze am Wegesrand als Ausdruck gelebter Volksfrömmigkeit. Dieses schöne Kreuz mit Blick auf das Haßlachtal lade Wanderer, Pilger und Wallfahrer zu Rast und Gebet ein, woraus man Kraft, Mut und Hoffnung schöpfen könne. Hofmann dankte im Namen der Stadt Kronach allen, die an der Entstehung dieses Kreuzes mitwirkten, ebenso dem Restaurator und Bildhauer Manfred Fössel. Doch an erster Stelle dankte sie dem Initiator Robert Baehr aus Glosberg , der es mit einigen Mitstreitern und ehrenamtlich engagierten Idealisten immer wieder verstehe, Impulse zu setzen und entsprechendes Durchhaltevermögen habe, um Vorhaben auch umzusetzen. In ihren Dank schloss die Bürgermeisterin auch Marianne Baehr mit ein, die sich seit Jahrzehnten liebevoll um den Blumenschmuck am Kreuz kümmere. Altbürgermeister Wolfgang Beiergrößlein würdigte Robert Baehr als "Macher", der viel für seinen Heimatort Glosberg getan habe. eh