Coronabedingt machten sich seitens des Vogelzucht- und Schutzvereins Kronach dieses Mal nur der Erste Vorsitzende Karl-Heinz Rehm und Obmann Franz Gebhardt auf, um im näheren Umland von Kronach die Brutkästen für die Saison 2021 zu säubern - eine, bedingt durch die hohe Anzahl der Kobel, wahrliche Mammutaufgabe für die beiden. Erfreulicherweise waren noch alle Kästen vorhanden und noch gut in Schuss. Es wurden sogar noch mehrere neue angebracht, die Rehm über die Wintermonate im Homeoffice angefertigt hatte.

Das Zuchtergebnis fiel durchwegs positiv aus, da in fast allen Gebieten die meisten Nistkästen belegt waren - und zwar überwiegend von der Blaumeise , deren Bestand aktuell sehr mit dem Bakterium "Suttonella ornithocola" zu kämpfen hat, das für viele Exemplare tödlich ist. Die Starenkästen waren ausnahmslos alle belegt. Auffällig war, dass bei einigen Bruthöhlen, deren Einflugloch der Specht enorm erweitert hatte, Rotkehlchen bzw. Schnäpper ihren Nachwuchs aufgezogen haben. In den vorgefundenen Nestern dürften fast durchwegs Junge ausgeflogen sein. Es wurde nur ein totes Jungtier und nur einmal ein Nest mit sechs Eiern gefunden, bei dem das Gelege nicht beendet und bebrütet wurde.

Alles in allem hat sich die Arbeit für den Vogelzucht- und Schutzverein Kronach wieder gelohnt. Dafür dankte Vorsitzender Rehm dem Vogelschutz-Obmann Franz Gebhardt, der ein sehr guter Kenner der einheimischen Vogelwelt ist.