Die Marktgemeinde rüstet sich mit einem Entwicklungskonzept für die Ortskerne von Pressig und Rothenkirchen für die Zukunft. Auftakt war eine Ortsbegehung, bei der die Bürger mit ihren Meinungen und Anregungen mit eingebunden werden sollten.

Das war ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Isek). Nachdem die CSU-Fraktion am 20. September 2020 beantragt hatte, ein Entwicklungskonzept für den Markt Pressig auf den Weg zu bringen, hatte das Gremium nach Prüfung der Vorlagen am 26. Januar dieses Jahres den einstimmigen Beschluss gefasst, in ein solches Isek-Verfahren einzusteigen.

Herzstück ist ein Handlungsprogramm, das als Grundlage für Förderungen durch die Regierung von Oberfranken dienen soll. Welche Themen für den Markt Pressig in Zukunft wichtig sind und welche Projekte konkret angestoßen werden können, soll nun gemeinsam mit den Bürgern vor Ort, aber auch mit Vertretern der Vereine und der Wirtschaft erarbeitet werden.

Darüber hinaus wird das Isek in enger Abstimmung mit der Regierung von Oberfranken und der Verwaltung der Marktgemeinde erarbeitet. Es soll bis Ende 2022 fertiggestellt werden.

Die Begleitung des Prozesses hatte die Marktgemeinde öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielten das Büro Cima Beratung und Management aus Forchheim und das Stadtplanungsbüro DNR aus Leipzig.

„Durch verschiedene Beteiligungsformate – offline wie online – möchten wir den Prozess abwechslungsreich gestalten. Das Kernstück ist die Website www.pressig-zukunftsentwicklung.de. Bis zum 31. März 2022 kann man hier in einer digitalen Karte eigene Projektideen eintragen, aber auch das, was einem in Pressig gut und nicht so gut gefällt.

Bürgermeister Stefan Heinlein und Geschäftsleiter Antonio Sauchella nahmen an der Ortsbegehung mit Vertretern der Planungsbüros teil.

„Wir freuen uns, wenn viele Menschen die Möglichkeit nutzen, sich in der Ortsentwicklung einzubringen. Die Bürger kennen ihre Gemeinde am besten und wissen, was gebraucht wird“, erklärte Julia Fangauer von der Firma Cima. Die Beiträge würden erst nach Freischaltung durch das Planungsbüro sichtbar, versprach sie.

Bürgerwerkstätten geplant

Für das nächste Jahr sind außerdem zwei Bürgerwerkstätten in Pressig und Rothenkirchen geplant. Bürger , die keine Möglichkeit haben, sich online zu beteiligen, können ihre Anregungen telefonisch mittwochs von 13 bis 17 Uhr dem Planungsbüro unter der Nummer 09191/340892 mitteilen.

Der Rathauschef bittet um rege Beteiligung, es sei eine große Chance, gemeinsam ein Entwicklungskonzept zu erarbeiten.